Wer weiß denn sowas?

Interessantes und Wissenswertes rund ums Wandern

Der Spessartbund

Der Spessartbund e. V. 1913 (kurz SB) ist ein gemeinnütziger Verein, der es sich zur Aufgabe gemacht hat, das Wandern für Jedermann zu fördern. Eingetragen ist der Verein in das Vereinsregister des Amtsgerichts Aschaffenburg (VR 118). Er ist Mitglied im Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V. und dessen Landesverbänden in Bayern und Hessen. Der Naturpark Spessart steht im Mittelpunkt der Arbeit des Vereins.

Das Einzugsgebiet ist das Kerngebiet des Naturparks Spessart im Mainviereck zwischen Lohr, Wertheim, Miltenberg und Aschaffenburg und reicht von Würzburg bis Frankfurt und von Bad Orb bis Tauberbischofsheim.

Geschichte
Der Medizinstudent Karl Kihn aus Michelbach gründete am 2. Oktober 1876 den Verein Freigerichter Bund. In den folgenden Jahren bildeten sich weitere Vereine u. a. in Aschaffenburg, Frankfurt, Hanau, Lohr und Marktheidenfeld. Von diesen Vereinen bildeten sich viele Zweigvereine im gesamten Spessart. 1912 bildeten sieben Vereine eine Arbeitsgemeinschaft und gründeten 1913 in Hanau den Spessartbund. Die Eintragung in das Vereinsregister erfolgt am 13. September 1927. Später erfolgte der Beitritt zum Verband Deutscher Gebirgs- und Wandervereine e. V.

Gliederung
Der Verein gliedert sich nach der Fläche in 12 Gaue mit insgesamt 100 Ortsgruppen, wobei ein Gau bis zu 15 Ortsgruppen beinhaltet.

Es werden Fachbereiche für Wandern, Ferienwandern, Jugend- und Familienarbeit, Kultur, Öffentlichkeitsarbeit, Wege und Naturschutz unterhalten.

Ziele
Vereinszweck ist die Förderung des Wanderns für Jedermann, der Jugend- und Familienarbeit, des Naturschutzes und der Landschaftspflege, der Förderung, Pflege und Erhaltung von Kulturwerten, der Anlage und Betreuung von Wanderwegen und Hütten sowie der Herausgabe von Wanderkarten.

Sonstiges
Der Verein betreibt 48 Schutzhütten und Wanderheime, davon sechs mit Übernachtungsmöglichkeit. Des Weiteren werden 15 Zeltplätze unterhalten.

(Quelle Wikipedia)

Wanderausrüstung

Outdoor-Bekleidung, auch Outdoor-Funktionsbekleidung genannt, bietet Schutz vor extremem Wetter bei sportlichen Aktivitäten im Freien oder der Ausübung von Natursport. Der Begriff Outdoor-Bekleidung umfasst ein sehr weites Spektrum und schließt sowohl Bekleidung für den Skisport als auch Bekleidung für tropische Gebiete mit ein.

Einsatzgebiete
Zur Outdoor-Bekleidung zählt die Bekleidung für Outdoor-Sportarten wie beispielsweise Wandern, Trekking, Klettern, Fahrradfahren, Laufsport, Skifahren, Snowboarden. Aber auch bei Freizeitaktivitäten wie Camping, Geocaching, Angeln oder der Jagd wird Outdoor-Bekleidung getragen.

Funktionalität
Outdoor-Bekleidung bietet Schutz vor unterschiedlichsten Wettereinflüssen und gewährleistet ein gutes Körperklima auch bei extremen Temperaturen oder bei sportlicher Betätigung des Trägers. Je nach Sportart oder Klimaregion werden sehr unterschiedliche Anforderungen an Outdoor-Bekleidung gestellt. Outdoor-Bekleidung kann entsprechend dem Zwiebelschalenprinzip in verschiedenen Bekleidungsschichten unterteilt werden, wobei jeder Schicht spezielle Funktionen zukommen.

Die erste Bekleidungsschicht reguliert das Körperklima und stellt den Feuchtigkeitstransport sicher. Bei Outdoor-Aktivitäten in kalten Regionen wirkt die erste Bekleidungsschicht oftmals zudem wärmend. Die zweite Bekleidungsschicht hat vornehmlich den Zweck der Isolation und hat die Aufgabe – je nach Region – entweder wärmend oder belüftend zu wirken. Die dritte und äußere Bekleidungsschicht wirkt gegenüber den Witterungseinflüssen wie ein Schutzschild.

In der Regel weist Outdoor-Bekleidung eine hohe Atmungsaktivität, kurze Trockenzeiten und hohe Strapazierfähigkeit auf. Zudem bietet sie dem Träger, jeweils an die Situation angepasst, ein hohes Maß an Komfort und Bewegungsfreiheit.

Gadgets
Gerade im Bereich der Outdoor-Bekleidung findet sich eine große Zahl von in die Kleidung integrierten Extras. So haben Bekleidungsstücke, die beispielsweise beim Wandern ihren Einsatz finden, ein besonders kleines Packmaß und geringes Gewicht, um Ballast während der Wanderung zu sparen. Bei Textilien für warme Gefilde oder für sportliche Aktivitäten werden teilweise Fasern mit Silberionen eingearbeitet, um Schweißgeruch zu verhindern. Und andere Textilien bieten einen integrierten Sonnenschutz.

Material
Häufig verwendete Materialien sind Polyester, Polyamid, Polypropylen und Wolle. Die künstlichen Fasern lassen sich in erheblichen Mengen als Mikroplastik in der Natur nachweisen und sind in manchen Gebieten, wie im Eis des Forni Gletschers, als Hauptursache der Verschmutzung bekannt.

Quelle: Wikipedia

 

Zwei unterschiedliche Bergschuh-Modelle (Quelle Wikipedia)

Ein Wanderschuh ist ein spezieller Schuh, der hauptsächlich zum Wandern, zu leichtem Bergsteigen oder sonstiger Fortbewegung in freier Natur verwendet wird. Er zeichnet sich häufig durch eine gute Wasserdichtigkeit aus, hat ein rutschfestes Profil und ist robust. Meist verläuft der Schaft von Wanderschuhen bis über den Knöchel (u. a. als Schutz gegen Umknicken im Sprunggelenk). Die Bezeichnung Wanderschuh ist nicht genau abgegrenzt gegen Begriffe wie Bergschuh oder Trekkingstiefel. Letztere haben meist eine bessere Dämpfung auch durch eine weichere Sohle. Auch der Jagdstiefel ist dem Wanderschuh vom Grundprinzip her oft sehr ähnlich.

Je nach Anwendungsgebiet, ob Flachlandwandern oder Bergsteigen, und je nach geografischem und klimatischem Einsatzgebiet werden verschiedene Modelle vom leichten Wander- oder Wüstenschuh bis zum steigeisenfesten Bergschuh verwendet.

Einsatzzweck
Wanderschuhe sollen den Fuß schützen und entlasten. Gerade bei Wanderungen unterliegen die Füße einer sehr hohen Belastung, sei es aufgrund des Bodens (uneben, rutschig etc.) oder ungewohnter Gewichtsbelastung (Rucksack), weshalb sie eines zusätzlichen Schutzes bedürfen, um nicht vorzeitig zu ermüden oder gar Verletzungen (meist im Knöchelbereich) zu erleiden. Aus diesem Grund sind Wanderschuhe abweichend von anderen Schuhen gebaut, haben eine mehr oder minder feste Sohle und sind meist überknöchelhoch. Da die Ansprüche zwischen einer Wüstentour und einem Hochgebirgseinsatz aber sehr unterschiedlich sind, hat der Wanderschuhhersteller Meindl in den 1970er Jahren sogenannte Einsatzkategorien entwickelt (von A für Leichtwanderschuhe für den Spaziergang im Stadtpark bis zu D für den Hochgebirgseinsatz). Entsprechend den Einsatzkategorien werden die Schuhe optimiert. So hat beispielsweise der Leichtwanderschuh eine sehr biegsame Sohle und einen Nylonschaft, wohingegen der Hochgebirgsstiefel eine steigeisenfeste brettharte Sohle, verbunden mit einem dicken Lederschaft, aufweist. Hinzu kommen Spezialwanderschuhe wie Wüstenstiefel mit skorpionstichfesten Nylonschäften und besonders hoher Atmungsaktivität oder Schalenschuhe komplett aus Kunststoff (mit Innenschuh) für den Einsatz unter extremen Bedingungen.

Verarbeitung, Materialien und Haltbarkeit
Wanderschuhe werden entweder in einer genähten oder in einer geklebten Machart gefertigt. Die Mehrzahl der heute erhältlichen Wanderschuhe wird in der geklebten Konstruktionsweise (fachsprachlich AGO-Machart, von Another Great Opportunity gefertigt, die seit 1911 als damals erste Möglichkeiten der geklebten Machart so bezeichnet wurden), in erster Linie, weil diese Kostenvorteile zeigt. Doch sind damit auch funktionelle Aspekte verbunden: So kann beispielsweise die Innensohle eines geklebten Wanderschuhs aus Kunststoff gefertigt werden, der genau den Erfordernissen (Biegeelastizität nach Schuhgröße und Einsatzzweck) angepasst werden kann.

Genähte Wanderschuhe werden im britischen Einflussbereich nach der sogenannten Veldtschoen-Machart gebaut, einer ursprünglich von den südafrikanischen Jägern erfundenen Rahmenbauweise für Schuhe, im alpenländischen Raum in der zwiegenähten Machart, sehr schwere Bergstiefel auch trigenäht.

Für den Außenschaft wird entweder Leder (Glatt- oder Rauleder), Kunstfaser (Nylon) oder eine Kombination von beiden (Nylon mit Raulederbesätzen) verwendet. Wenn Leder verwendet werden, sind diese pflanzlich gegerbt (normalerweise sind Schuhoberleder mineralgegerbt) und besonders dick. Als Futter (Innenschaft) werden entweder Kunstfaserfilze (Nadelfilz Camprell) oder Leder oder eine Kombination aus beiden (die stark belasteten Stellen aus Leder, der Vorderschuh aus Kunstfaser) eingesetzt. Seit den 1980er Jahren werden sogenannte Klimamembranen verstärkt in Wanderschuhe eingebaut. Das sind dünne Folien, die als Laminat mit dem Futter in den Schuh kommen und Wasserdichtigkeit versprechen, ohne die Atmungsaktivität (Schweiß in Form von entweichendem Wasserdampf) zu unterbinden. Ihre Funktionalität bei Schuhen ist umstritten.

Die Haltbarkeit des Schaftes hängt in erster Linie von der Anzahl seiner Nähte ab. Jede Naht, auch wenn sie, wie bei besseren Wanderstiefeln üblich, dreifach ausgeführt wird, ist eine potentielle Schwachstelle: Dort kann Wasser eindringen, dort geht der Schaft zuerst kaputt. Als zweiter Faktor spielt das verwendete Material eine Rolle. Am haltbarsten ist Leder, wobei die Rauleder, wenn sie mit der Fleischseite nach außen gearbeitet sind, auch das Entfernen (Herausreiben) von Oberflächenverletzungen ermöglichen, was bei Glattledern ausgeschlossen ist. Nylonschäfte sind weniger haltbar und werden deshalb in sogenannten Leichtwanderschuhen verbaut, die nicht für den Einsatz in Geröllfeldern mit viel Reibung der Steine am Schaft gedacht sind.

Zur Sohle hin wird bei den geklebten Wanderschuhen ein Gummigürtel (Wetterschutzrand) rings um den Schuh verlaufend eingebaut. Dieser schränkt die Atmungsaktivität ein, weshalb er nicht zu weit am Schaft hochreichen sollte, bietet aber der Verbindung zwischen Schaft und Sohle einen guten mechanischen Schutz und verhindert dort zuverlässig das Eindringen von Wasser. Bei genähten Schuhen gibt es keinen solchen zusätzlichen Schutz.

Als Sohlen kommen unterhalb der dämpfenden Zwischensohle ausschließlich Gummiprofilsohlen zum Einsatz, weil sie die beste Haftung bieten und eine lange Haltbarkeit haben. Weltmarktführer ist Vibram (Italien), doch auch andere Hersteller bieten vergleichsweise gute Laufsohlen. Es gibt zwei Arten von Sohlen: die flachen (von jedem Schuster ersetzbaren) und die sogenannten Formsohlen mit hochgebogenem Rand, die meist nur beim Hersteller im Werk ersetzt werden können. Inzwischen werden die Profile und Gummimischungen auch für spezielle Zwecke optimiert (Eiswandern, Schnee usw.).

Für die Schnürung, stets mittels eines nicht wasserzügigen, reibungsresistenten (Chemiefaser-)Schnürsenkels, werden sowohl Ösen als auch Haken (Agraffen) und Schlaufen verwendet, im unteren Bereich der Schnürung meist Ösen oder Schlaufen, im Übergang zum Knöchel und im oberen Schaftbereich oft ein Tiefzughaken, der den Schnürsenkel bedingt fixieren kann. Im oberen Teil der Schnürung werden offene Haken eingesetzt und einige Hersteller verwenden Schlaufen mit einer eingepressten Metallkugel, die die Reibung des Senkels beim Festziehen durch Rotation minimiert und dadurch das Festziehen vereinfachen soll. Beide Systeme ermöglichen eine flexible Anpassung der Schnürung an den Fuß, den Beinumfang und den Einsatzzweck (Bergaufgehen, Bergabgehen usw.). Neben der konventionellen Kreuzschnürung lässt sich mit speziellen Schnürtechniken (Ladenschnürung, Falsche Feststellöse, Parallelschnürung) eine an den Fuß individuell angepasste Druckverteilung erreichen.[1]

Um ein Verrutschen der Schuhlasche (Zunge) zu verhindern, kann sie mittels eines an ihr befestigten offenen Hakens in die Schnürung mit einbezogen werden.[2]

Die Zwischensohle besteht aus dämpfendem Polyurethan und ist für die Auftrittsdämpfung keilförmig, das heißt unter der Ferse stärker als im Vorfußbereich. Polyurethan (PU) altert mit der Zeit. Das Material unterliegt einer langsam fortschreitenden Hydrolyse.[3] Abhängig von den Lagerbedingungen versprödet der Dämpfungskeil innerhalb von sieben bis zehn Jahren von innen heraus immer stärker, unabhängig davon, ob die Schuhe benutzt werden oder nicht, und ohne dass dieser Prozess von außen erkennbar wäre. Ritzt man dann mit einem Fingernagel den Dämpfungskeil an, krümelt das völlig zerstörte PU heraus. Insofern sollten ältere, selten gebrauchte Wanderschuhe vor einer Tour entsprechend geprüft werden. Zerstörte Dämpfungskeile können vom Reparaturservice der Hersteller ersetzt werden. Nach Herstellerangaben soll das Material der Dämpfungskeile seit einigen Jahren so weit verbessert worden sein, dass es jetzt ein Schuhleben lang hält

Pflege
Wanderschuhe unterliegen oft einer besonderen Belastung, weshalb eine Pflege mit normalen Schuhpflegemitteln nicht ausreicht. Besonderer Stellenwert kommt der Imprägnierung zu. Wanderschuhe sollten regelmäßig nachimprägniert werden. Zur allgemeinen Pflege von Leder-Wanderschuhen eignen sich sehr dünn aufgetragene Lederfette oder Fettwachse. Alle namhaften Marken führen derartige Produkte im Sortiment.

Die Pflege von Leder-Wanderschuhen mit Fetten erfordert viel Erfahrung, weil es leicht zu einer Überfettung kommen kann, wodurch die Atmungsaktivität sinkt und der Schaft insgesamt an Festigkeit verlieren kann. Einfacher und bedenkenloser ist daher der Einsatz von Fettwachsen. Reine Wachse, die für diese Zwecke auch angeboten werden, sind nicht so ratsam, weil sie das Leder nicht nähren (Folge: Versprödung) und ihr Schutzfilm nicht so gut auf der Lederoberfläche haftet (Folge: Wasserundichtigkeit).

Da es zu chemischen Unverträglichkeiten unterschiedlicher Pflegemittel miteinander (und auch zu den beim Gerben in das Leder eingebrachten Hydrophobierungsmitteln) kommen kann (sich gegenseitig aufhebende Wirkung), empfiehlt es sich, den Pflegemitteltyp nicht ohne Not zu wechseln. So kann sich das Schaftleder an ein Imprägnierungs-/Pflegemittel gewöhnen und dieses durch die regelmäßige Anwendung seine Wirkung verstärken.

Zur Pflege lederfreier Wanderschuhe dienen Bürsten (zur mechanischen Reinigung), eine sanfte Seifenlauge und/oder speziell für diesen Schuhtyp angebotene Pflegemittel (als Sprays).
Quelle: Wikipedia

Ein Wanderstock (Wanderstab) dient der Unterstützung des Gehens beim Wandern, Bergsteigen, Trekking oder Nordic Walking. Ursprünglich wurde nur ein Stock verwendet. Die heute paarweise verwendeten Stöcke werden als Trekkingstöcke oder Nordic-Walking-Stöcke bezeichnet, und, wenn sie in der Länge verstellbar sind, auch als Teleskopstöcke. Wanderstöcke sind etwas mehr als hüfthoch, bieten Halt in unsicherem Gelände und sorgen für eine ausgewogenere Belastung der Arme und Beine beim Gehen. Auf Schnee- und Gletscherflächen und in Sumpfgebieten werden Wanderstöcke auch zum Sondieren verwendet. (Quelle Wikipedia)

Geschichte
Ursprünglich diente ein passend geformter Ast als Wanderstock, siehe Stenz. Diese traditionellen Stöcke zählen zur Tradition der fahrenden Handwerker oder auch mancher Studenten, wie der Ziegenhainer. Später gefertigte Wanderstäbe waren meist aus Haselnuss- oder Steinweichselholz und mit einer Metallspitze versehen, manchmal auch dekorativ verziert, beispielsweise mit Hirschhorngriffen oder Stocknägeln. Wanderstäbe wurden dabei bevorzugt aus jungen Stämmen geschnitzt, da bei ihnen das Wurzelholz am Stammansatz als Knauf Verwendung fand. Bei anderen wiederum wurde der Griff zu einem Rundhaken geformt, ähnlich einem Spazierstock.

1974 brachte der Hersteller Leki die ersten Teleskopstöcke für Bergsteiger heraus.[1] In den 1990er Jahren wurden die aus Holz gefertigten Stöcke dann von diesen in der Länge verstellbaren Metallstöcken verdrängt, die auf Basis von Skistöcken entwickelt worden waren. Derartige Teleskopstöcke hatten zudem den Skistöcken entsprechende Handschlaufen.

Aufbau heutiger Stöcke

Hartmetallspitze in Bohrkronenform
Heutige Stöcke entsprechen von der Form her prinzipiell den Stöcken der 1990er Jahre und sind zumeist aus Aluminium oder kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff (KFK) gefertigt. Im Mittelpunkt der Entwicklung stand und steht immer noch, das Verwenden des Stockes so angenehm und sicher wie nur möglich zu gestalten. In der Zwischenzeit haben die Teleskopstöcke eine Vielzahl an technischen Innovationen durchlaufen in Bezug auf Rohr, Griffe und Verschlusssysteme der Längenverstellung. Heute ist man auf einem sehr hohen Niveau hinsichtlich Funktionalität, Material und Technik angelangt und der Stock wird mit zusätzlichen Merkmalen ausgestattet, die vor allem praktisch sein sollen (zum Beispiel Dämpfungssysteme oder die sogenannte Wolframcarbid-Spitze). Neuerdings sind sogar spezielle Stöcke für Frauen mit kleineren Griffe und einem kleineren Packmaß im Programm, die kürzer und leichter sind. Auch die Hersteller von Berg- und Wanderrucksäcken haben auf die verbreitete Verwendung derartiger Stöcke reagiert und bieten heutzutage als Standard spezielle Befestigungsschlaufen für Stöcke am Rucksack.

Griff
Die Griffe sind meist ergonomisch vorgeformt und leicht vorgeneigt. Sie bestehen entweder aus Kunststoff, Kork oder geschlossenzelligem EVA-Schaumstoff. Einige Modelle haben eine verlängerte Griffmanschette unterhalb des Griffes, um ein schnelles Tiefergreifen beim Aufstieg zu ermöglichen. Einige Modelle haben abschraubbare Griffe oder Griffabschlüsse. Das Gewinde ist meist 1/4″ Whitworth und entspricht somit dem „kleinen Fotogewinde“. So kann der Stock als Einbeinstativ für einen Fotoapparat, eine Filmkamera oder ein Fernglas verwendet werden.

Stock
Heute wird meist Aluminium verwendet, seltener auch zwar steiferer, aber teilweise (je nach Auslegung) empfindlicherer kohlenstofffaserverstärkter Kunststoff. Ein durchschnittliches Paar Stöcke wiegt heute 500 Gramm. Teilweise werden elliptische Rohre verwendet, die in einer Richtung biegesteifer sind.

Teller und Spitze
Das Hauptelement der Spitze besteht aus biegeelastischen Kunststoff, um ein Brechen bei Ruckbelastungen zu verhindern, zum Beispiel bei Festklemmen in Ritzen. Am oberen Teil der Spitze ist der Teller angebracht. Heutige Stöcke haben auswechselbare Teller, runde Gummimanschetten kurz oberhalb der Spitze, die ein zu tiefes Rutschen in Risse, Erde oder Schnee verhindern. Hier wird zwischen Trekking- und größeren, mit Löchern versehenen Schneetellern unterschieden. Der Rand von Trekkingtellern hat Zähne, um ein Drehen des eingesetzten Stocks zu verhindern. Die eigentliche Spitze ist in einem Halteelement aus einer Wolframlegierung eingesetzt. Die Spitze selbst besteht aus Hartmetall. Als Formen kommen hier die traditionelle und haltbarere Ringkronenform und die Bohrkronenform (siehe hierfür Bild mit Spitze rechts) vor.

Dämpfungssystem
Einige Stöcke sind mit einem ein- und ausschaltbaren Dämpfungssystem ausgestattet. Das Dämpfungssystem arbeitet meist mit Federn, die zwischen Griff und Stock eingearbeitet sind, und ist für den schockabsorbierenden und damit armschonenden Abstieg konzipiert worden.

Längenverstellung bei Teleskopstöcken
Bei den zum Wandern, Bergsteigen oder Trekking verwendeten Stöcken handelt es sich fast immer um in der Länge verstellbare Teleskopstöcke. Diese bestehen meist aus drei ineinander schiebbaren Segmenten, die häufig mittels eines Spreizdübels arretiert werden. Durch das Drehen der Stöcke wird ein Konus in einen geteilten Zylinder geschoben, der sich dadurch weitet und gegen das umschließende Rohr gepresst wird. Einige Modelle haben einen außen liegenden Klemmverschluss, um die Verstellung zu erleichtern und eine festere Arretierung zu gewährleisten. Zusammengeschoben sind Teleskopstöcke zwischen 64 und 71 cm lang und können ungefähr auf eine Länge von 140 cm ausgefahren werden. Zur Unterstützung des Einstellens der gewünschten Länge sind auf den Segmenten Längenskalen aufgedruckt. Manche Modelle haben eine Griffmanschette als Verlängerung des Griffs nach unten, damit sich für eine kurzzeitig erforderliche kürzere Länge die doch etwas Zeit erfordernde Längenverstellung erübrigt, und der Stock einfach tiefer festgehalten werden kann, ohne den „blanken“ Stock greifen zu müssen.

Vor- und Nachteile der Benutzung von Stöcken
Es ist relativ unumstritten, dass die Nutzung von Stöcken beim Wandern, Trekking oder Bergsteigen Vorteile bringt, vor allem durch die Entlastung der Kniegelenke beim Abstieg. Zusammenfassend bieten Stöcke folgende Vorteile:

Geringere Kniebelastung, Entlastung beim Abstieg um etwa 10 Prozent
für viele auch Entlastung bei sanften bis mittleren Steigungen → Geschwindigkeit wie auf der Ebene möglich
Gleichmäßigere Belastung von Armen und Beinen beim Bergaufgehen (sogenanntes 4×4-Prinzip)
Unterstützung der Trittsicherheit und Balance beim Traversieren (durch Kürzerfassen des bergseitigen Stocks, siehe Abbildung)
Hilfreich bei der Überschreitung von Bächen, da Abstützen auch an unter der Wasseroberfläche liegenden Punkten möglich
Bei Querung hart gefrorener Firnfelder können Stöcke zusätzlichen Halt bieten
Freiere und ruhigere Atmung durch aufrechtere Haltung und Gleichmäßigkeit des Stockeinsatzes
Als weitere indirekte Folge eine Steigerung der Ausdauer
Dem stehen folgende Nachteile gegenüber:

Die Hände sind nicht mehr frei. Dies ist vor allem an gesicherten Passagen hinderlich, dort müssen die Stöcke verstaut werden.
Bei Sturz in grobem Blockwerk kann es durch Verkantung des Stocks und die Handschlaufen zum Bruch des Handgelenks kommen. Wenn man die Handschlaufen in solchem Gelände nicht benutzt, kann man diese Gefahr vermeiden.
Ständige Benutzung von Stöcken ist der Trittsicherheit abträglich. Durch Weglassen der Stöcke von Zeit zu Zeit kann man dem gegensteuern, um das Gleichgewichtsgefühl beim „normalen“ Gehen in unebenem Gelände zu erhalten.

Bildergalerie (Quelle Wikipedia)

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Wandertipps

A

Anweisungen des Wanderführers

Folgen Sie unbedingt den Anweisungen des Wanderführers. Er ist für die Gruppe verantwortlich und weiß genau, wo Schwierigkeiten oder Gefahren auftreten können.

 

Abkürzungen

Bleiben Sie auf den markierten Wegen. Laufen Sie nicht durch Schonungen. Respektieren Sie die Ruheräume der Waldbewohner.

U

Umweltschutz

Nehmen Sie Ihre Abfälle wieder mit und entsorgen Sie diese an den dafür vorgesehenen Stellen.

Wenn Ihre Tour in einem Schutzgebiet wie dem Naturpark Bayerischer Spessart liegt, beachten Sie bitte folgende Regeln:

  • Bitte nicht abseits der Wege gehen.
  • Bitte keinen Lärm machen.
  • Bitte keine Steine oder Mineralien sammeln.
  • Bitte keine Pilze sammeln.
  • Bitte keinen Müll liegen lassen.
  • Bitte keine Tiere füttern.
  • Bitte nur auf den markierten Flächen zelten.
  • Bitte kein offenes Feuer machen.
  • Bitte keine Pflanzen pflücken.
  • Bitte keine Pflanzen und Tiere aussiedeln.

Edgar Sickenberger

Dr. Karl Kihn

Karl Kihn (* 28. Mai 1854 in Michelbach; † 9. Januar 1934 in Aschaffenburg) war ein deutscher Arzt und Geschichts- und Heimatforscher. Er gilt als einer der Pioniere bei der Erschließung des Spessarts als Kulturlandschaft.

Werdegang
Seine Wiege stand in der Brückenmühle, der traditionsreichsten der fünf Mühlen in Michelbach. Sein Vater, Valentin Kihn, war nicht nur der bedeutendste Müller in der ganzen Umgebung, sondern ein Mann, der die wirtschaftlichen und sozialen Nöte der Bevölkerung im Spessart erkannt hatte. In den 1870er Jahren trat er als bayerischer Landtagsabgeordneter mit Nachdruck für die Erschließung des Spessarts durch Verbesserung der Verkehrsverhältnisse ein. Ihm verdankt die Kahlgrundbahn ihr Entstehen, deren Eröffnung er noch miterlebte.

Nach seiner Gymnasialzeit in Eichstätt studierte Karl Medizin in Würzburg, München und Prag, wo er zum Dr. med. promoviert wurde. Ab 1880 praktizierte er als erster Arzt in Großauheim (Sanitätsrat), später ließ er sich in Aschaffenburg nieder.

Noch als Student gründete er 1876 mit dem Freigerichter Bund, dessen Vorsitz er von 1920 bis 1925 führte, den ältesten Wanderverein im Spessart. Auf sein Betreiben hin wurden 1913 alle Wandervereine der Region im Spessartbund zusammengeführt. Dort machte Kihn sich in besonderer Weise um den Tourismus in der Region verdient. Zur Erschließung des Höhenzugs initiierte er die Anlage guter Wanderwege und deren Markierung. 1880 legte er den Grundstein für den unter der Schirmherrschaft des bayerischen Königs Ludwigs II. erbauten Ludwigsturm auf dem Hahnenkamm und verfasste 1886 den ersten Reiseführer für das Freigericht. Später entstand auch ein Reiseführer (Grieben) für den Spessart, nachdem er zuvor bereits die grundlegenden Arbeiten zur Inventarisierung der Naturdenkmäler in der Region geleistet hatte. Dies brachte ihm den Beinamen „Spessartvater“ ein, ein Zeichen des Dankes und der Anerkennung, die ihm große Teile der Bevölkerung entgegenbrachten.

1904 war Kihn Gründungsmitglied des Geschichtsvereins Aschaffenburg und dessen 1. Vorsitzender von 1904 bis 1908 und nochmals von 1916 bis 1919. Im Jahre 1906 war er Mitbegründer der heimatkundlichen Zeitschrift Spessart.

Karl Kihn war mit Hermine Kronenberger, Bürgermeisterstochter aus Großauheim verheiratet, die ihm sechs Kinder schenkte, von denen allerdings schon zwei früh verstarben. Eines seiner Kinder war der spätere CSU-Bundestagsabgeordnete Karl Alfred Kihn.

Karl Kihn wurde auf dem Alten Friedhof in Großauheim bestattet. Seine private medizinische Fachbibliothek vermachte er nach seinem Tode dem Germanischen Nationalmuseum in Nürnberg.

Ehrungen
Ehrenvorsitzender und Ehrenmitglied des Spessartbundes (Auszeichnung auf dem Bundesfest auf der Geishöhe 1925)
Der Spessartbund errichtete zu seinen Ehren im Jahre 1932 an der Kreuzung der Altstraßen Eselsweg und Birkenhainer Straße den Dr.-Kihn-Platz mit einem großen Buntsandsteindenkmal.
Ehrenmitglied des Verbands Deutscher Gebirgs- und Wandervereine und Überreichung der goldenen Verbandsnadel in Frankfurt (1933)
In Aschaffenburg und Großauheim wurde eine Straße nach ihm benannt.

Wiesbüttsee

Der Wiesbüttsee (früher: Hanauer See) ist ein Waldsee im hessischen Main-Kinzig-Kreis im Spessart.

Geographie
Der Wiesbüttsee liegt auf der Gemarkung von Flörsbach im Gemeindegebiet von Flörsbachtal, direkt an der Landesgrenze zu Bayern. Die bayerisch/hessische Grenze verläuft am Westufer am Fuße des Dammes. Westlich davon liegt das gemeindefreien Gebiet Wiesener Forst im Landkreis Aschaffenburg. Nördlich verläuft die Spessart-Höhenstraße (L 2905), die Birkenhainer Straße und der Eselsweg. Im Südwesten liegt die Ortschaft Wiesen, im Südosten Mosborn und im Norden Bieber. Der für die damalige Energiegewinnung künstlich angelegte See befindet sich heute am Rande des Naturschutzgebiets Wiesbüttmoor. Der Wiesbüttsee ist kein Badesee, im Winter kann man dort Eislaufen. Der See wird unterirdisch aus dem Wiesbüttmoor gespeist und hat einen natürlichen Überlauf, der das Wasser über den Wiesbüttgraben ins Aubachtal leitet.

Geschichte
Der Wiesbüttsee, mit seiner vielfältigen, zum Teil schon vom Aussterben bedrohten Pflanzenwelt, ist Teil eines der letzten Hochmoore mit Camping-Gelegenheit in Deutschland. Er wurde 1765 nach Plänen des Bergmeisters Johann Philipp Cancrinus von Bieberer Bergleuten angelegt, um im Sommer zur Belüftung und Entwässerung der Silber-, Kupfer- und Blei-Bergwerksstollen Lochborntalgrund zu sorgen. Zusätzlich sollte es der Bieberer Hütte und dem Hammerwerk genügend Aufschlagwasser liefern.

Aufgrund der besonderen Erzvorkommen in der Gegend um Bieber herum wurde in dieser Zeit umfangreicher Bergbau betrieben. Der Wiesbüttsee diente dabei den im Bergbau eingesetzten wasserbetriebenen Maschinen, mit denen die Stollen entwässert und belüftet wurden. Die Wasserkraft trieb noch bis 1925 die Förderanlage des Eisenwerks in der Lochhütte an.

Wiesbüttmoor
Unmittelbar an den See schließt sich das Hochmoor an. Der See staute das Wasser aus dem Wiesbüttmoor 3 Meter hoch und ist mit 436 Metern das höchstgelegene Hochmoor des Spessarts. Es steht unter Naturschutz und ist ein Refugium für viele seltene Pflanzen- und Tierarten, wie Scheidenwollgras, Siebenstern, Sonnentau oder Sparrenbinsen und Kreuzotter.

Posthalterskreuz

Mitten im Wald beim „Steigknückel“ hat das „Posthalterskreuz“ seinen Standort. Über die Entstehung sind verschiedene Geschichten im Umlauf. So berichtete die Presse 1952 über einen Auszug aus der Leimbach´schen Familien-Chronik:

Franz Scherf, der von seinem Vater Wendelin Scherf die Gastwirtschaft und das Anwesen in Straßbessenbach übernommen hatte, wurde von Napoleon I., als dieser die große Heerstraße über den Spessart baute, zum Posthalter von Hessenthal ernannt. Zu gleicher Zeit aber unternahm er eine Reise nach Wien, wo ein Sohn seines Bruders Sebastian Bader (Friseur) war.

Als er zurückkehrte, war die Post und der Poststall unter Leitung seiner Tochter Elisabeth bereits fertiggestellt. Da dieselbe von französischen Emigranten deren Sprache erlernt hatte, war sie infolge ihrer sehr großen Umsichtigkeit hierzu erwählt worden. Es war öfters vorgekommen, daß Napoleon sie in seinem eisernen Wagen von Straßbessenbach bis nach Hessenthal mitnahm, denn der Spessarter Dialekt war ihm unverständlich und er bedurfte eines Dolmetschers.
An der alten Poststraße, die über den Steigknüppel führte und heute noch teilweise zu erkennen ist, steht ein großes Kreuz, welches anno 1812 vom Posthalter Franz Scherf infolge eines Gelübdes errichtet wurde.

Seine Pferde gingen ihm damals durch, er verlor die Herrschaft über die Pferde. Sie blieben an dieser Stelle stehen wo heute das Kreuz steht. Es wird daher vom Volk das „Posthalters Kreuz“ genannt. Franz Scherf starb am 10. April 1826 im Alter von 64 Jahren und liegt im alten Friedhof zu Hessenthal begraben. Sein Sohn Heinrich ließ ihm dort ein Grabdenkmal errichten, das bis 1945 an der Mauer des alten Friedhofes stand und seitdem verschwunden ist.

Eine zweite Version: Es wird über die Entstehung dieses etwa fünf Meter hohen Steinkreuzes an der alten Würzburger Straße berichtet, daß einem Posthalter am „Steigknückel“, dem gefürchtesten Abschnitt der Strecke von Aschaffenburg nach Würzburg, wegen eines gräßlichen Fluchs die Pferde scheu wurden und den Berg hinabrasten.

Ein Schwarm Raben sei obendrein noch über den vollbesetzten Postwagen hergefallen und die Vögel wollten mit den Schnäbeln den Posthalter zerhacken. In seiner höchsten Not gelobte daraufhin der Mann, an der Stelle, an der die Raben von ihm ablassen und die Pferde zum Stehen kommen, ein Kreuz zu errichten.

Das Kreuz steht in der Nähe der alten Würzburger Straße. Sie war bis gegen Ende des 18. Jahrhunderts die einzige Spessartüberquerung von West nach Ost. Um 1780 wurde auf Beschluss der kurmainzischen Regierung eine neue Straße angelegt. Nimmt man den Standort des Kreuzes und stützt sich auf die verschiedenen Überlieferungen, so muss das Posthalterskreuz schon vor dem in den Sockel eingemeißelten Jahr „1812“ bestanden haben.

Dr. Becker berichtet 1990 in dem Buch “Die Geschichte von Oberbessenbach” von 1990 über eine andere bewegte Geschichte des Posthalterskreuzes, die der Schultheiß und Landschöffe Philipp Becker aus Oberbessenbach wie folgt aufgezeichnet hat:

“Geschichten,welche vom Jahr 1811 angefangen haben,zu Oberbessenbach und es verdienen,der Nachkommenschaft kund und zu wissen zu tun,um sich zu überzeugen,was geschehen ist. Erstlich hat sich der hl. Schultheis Husi von Waldaschaff dem 11.September 1811 unterstanden,das Posthalterskreuz abzubrechen,und hat es auf 3 Wagen geladen und ist damit nach der Schönerlen nach Waldaschaff zugefahren,dieses hat auf den Kirchhof zu Waldaschaff gesollt. Mittags ist dieser Herrgottsraub offenbar geworden.

So sind die Strassbessenbacher und Oberbessenbacher beide als Schultheis hl. Scherf,hl.Becker Landschöff,mit Bürgermeister Braun und Bürgermeister Emmerich und Gerichtsgeschworenen Häcker,Geschworenen Johann Kunkel und Jörg Geißler und noch viele von Strassbessenbach,den Waldaschaffern nachgefolgt,und bei dem sogenannten Almosenpfad auf der Schönbornschen Grenz haben wir die Wagen mit dem Kreuz wieder eingeholt und sogleich wieder auf den Platz fahren lassen und darüber sogleich berichtet an das Grossherzogliche Vogteiamt.

Der Herr Amtsvogt Hofheim hat die Sach untersucht und betrieben, dass der Schultheis Husi das Kreuz jetzt wieder auf seine Kosten aufrichten hat lassen und hat bei 30 Gulden gekostet. Der Tüncher Jörg Adam Sigler hat es aufgerichtet im Jahre 1812.” Durch die Aufmerksamkeit der Oberbessenbacher und Straßbessenbacher war der Diebstahl mißlungen, die Waldaschaffer wurden dafür von den anderen Dörflern „die Herrgottsdiebe“ genannt.

Über die späteren Geschehnisse um das Kreuz und dessen Restaurierungen wurde ebenfalls in der Presse berichtet:

In der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde der Diebstahl des bereits abgenommenen Corpus am Posthalterskreuz in letzter Minute verhindert.
Daraufhin lag das Kreuz lange zerstört, bis im Jahre 1860 unter dem damaligen Pfarrer Ackermann von Oberbessenbach der Sockel mit einer Abdeckplatte und einem Kreuz im Stil der damaligen Zeit ergänzt wurde. Der prächtige alte Corpus wurde repariert und wieder angebracht. Dies geschah durch „milde Beiträge“, wie auf dem Sockel verzeichnet ist. Die ursprüngliche Platte und der Fuß des Kreuzes wurden so vor dem Sockel angerichtet, daß sie als Podest dienen. Die zertrümmerten Teile des Kreuzes von vor 1860 liegen heute noch hinter dem Sockel im Wald verstreut.

Das durch Witterungseinflüsse 1989 zusammengebrochene Posthalterskreuz wurde durch den vorübergehend in Straßbessenbach wohnhaften Bildhauer Helmut Löffler restauriert und wieder hergestellt. Zu den Gesamtkosten von rund 13.000 DM wurden Spenden von ca. 8.000 DM aufgebracht.
Am 16. September 1990 wurde das Kreuz in feierlichem Rahmen von Pfarrer Hans Winkler eingeweiht.

Die Burg Katz

(Quelle Wikipedia)

Die Burg Katz ist eine rechtsrheinische Hangburg in St. Goarshausen, Rheinland-Pfalz. Eigentlich trug die Burg den Namen Burg Neukatzenelnbogen. Der Volksmund hat das auf Burg Katz verkürzt. Seit 2002 ist die Burg Katz Teil des UNESCO-Welterbes Oberes Mittelrheintal.

Geschichte

Die Burg wurde um 1360 bis 1371 von den Grafen von Katzenelnbogen erbaut. Grund war wohl die direkte Nachbarschaft der kurtrierschen Burg Maus, die sich seit 1356 im Bau befand. Weiterhin bildete die Burg zusammen mit Burg Rheinfels auf der anderen Rheinseite einen Zollriegel und verstärkte so das Netz von Burgen, das die Herren von Katzenelnbogen in Südwestdeutschland kontrollierten.

Das Geschlecht der Katzenelnbogener erlosch im Mannesstamm 1479. Das Grafenamt – und damit auch die Burg – ging an die Landgrafen von Hessen, da Landgraf Heinrich III. von Hessen-Marburg die Tochter des letzten Grafen von Katzenelnbogen geheiratet hatte. In Folge wurde die Burg Katz wie die Burg Rheinfels zum Zankapfel bei Erbstreitigkeiten zwischen den Linien Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt. Dabei wurde sie 1626 und 1647 belagert und teilweise zerstört. Während des Streits wurde sie aber auch mehrfach durch Befestigungsanlagen und Geschützstellungen verstärkt.

1692 erlitt die Burg im Pfälzischen Erbfolgekrieg während der Belagerung von Burg Rheinfels durch die Eroberungsheere von Ludwig XIV. wieder Zerstörungen. Im Siebenjährigen Krieg wurde sie 1758 von den Franzosen erobert, 1763 wieder zurückgegeben. Napoleon ließ die davor unzerstörte Burganlage schließlich im Jahre 1806 sprengen, wie auch Burg Gutenfels oberhalb von Kaub.

1816 gelangte die Burgruine an das Herzogtum Nassau, ging im Laufe des 19. Jahrhunderts durch verschiedene private Hände und wurde schließlich 1896 vom damaligen Landrat des Kreises St. Goarshausen, Ferdinand Berg, erworben. Er ließ die Burg nach Plänen des Kölner Architekturbüros Schreiterer & Below in Anlehnung an den mittelalterlichen Bestand entsprechend dem Zeitgeschmack als Wohnsitz neu aufbauen. Dabei wurde wenig Rücksicht auf die mittelalterlichen Reste genommen. Der rheinseitige Bau erinnert nur entfernt an den ehemaligen Palas. Wirkliches Mittelalter ist noch in der Ruine des Bergfrieds sowie in Teilen der bergseitigen Schildmauer und dem Zwinger erhalten.

1928 wurde die Burg Katz versteigert. 1936 fiel sie an den Reichsarbeitsdienst. Auf der Burg wurde ein Schulungslager eingerichtet.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Bundesrepublik Deutschland als Rechtsnachfolgerin des Deutschen Reiches Eigentümerin der Burg. Sie diente zunächst als provisorisches Schulgebäude des Institut Hofmann.

Das Internat war bereits 1948 unter der Leitung der Familie Altgelt eröffnet worden. Da die Schule in St. Goarshausen kriegsbedingt teilweise zerstört war, wurde das Gymnasium in extra dafür errichtete Baracken auf dem Burggelände verlegt. Nach Renovierung im Jahre 1950–1951 wurde das Institut in der Stadt wieder zur Hauptschule. Die Baracken wurden durch Internatsschüler zur Präparation weiter genutzt.

Noch bis 1966 waren auf der Burg Schüler aus dem Internat des Instituts Hofmann untergebracht. 1964 bezogen sie das neuerrichtete Gebäude des inzwischen verstaatlichten Wilhelm-Hofmann-Gymnasiums in der St. Goarshausener Innenstadt.

Bis Ende 1987 war Burg Katz eine Erholungsstätte des Sozialwerks der Bundesfinanzverwaltung. Wegen einer fehlenden Feuertreppe wurde die Erholungsstätte geschlossen und die Burg zum Verkauf angeboten. Der japanische Unternehmensberater Satoshi Kosugi erwarb 1989 Burg Katz zum Preis von 4,3 Millionen DM und wollte diese ursprünglich zu einem Hotel speziell für japanische Touristen umbauen lassen.[1] Der Ausbau fand nicht statt.[2]

Heute befindet sich die Burg in japanischem Privatbesitz. Eine Besichtigung der Burg ist nicht möglich.

Das Günderodehaus

Das Günderodehaus in Oberwesel – Zeitzeuge der “Heimat” Film-Trilogie von Edgar Reitz.

Das historische Filmhaus liegt mitten im Grünen oberhalb von Oberwesel und bietet einen der schönsten Ausblicke oberhalb von Oberwesel über das Rheintal und die Türme der historischen Altstadt. Der Name basiert nur auf einer Legende, geschaffen von Edgar Reitz. Vor über 200 Jahren soll hier die berühmte Dichterin Carolin von Günderode (1780-1806) gelebt und geliebt haben.

Anneliese und Peter Höfler

Sankt Goar

(Quelle Wikipedia)

Sankt Goar (abgekürzt: St. Goar) ist eine Stadt im Rhein-Hunsrück-Kreis in Rheinland-Pfalz am linken Ufer des Mittelrheins. Sie gehört der Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel an.

Bekannt ist Sankt Goar durch seine zentrale Lage im UNESCO-Welterbe Oberes Mittelrheintal, das im Juli 2002 in die Liste der Welterbestätten aufgenommen wurde. Oberhalb der Stadt befindet sich die Ruine Burg Rheinfels, gegenüber liegt die Schwesterstadt Sankt Goarshausen mit den Burgen Katz und Maus. Der Loreleyfelsen befindet sich in unmittelbarer Nähe der Stadt flussaufwärts auf der anderen Rheinseite.

Geographische Lage

Sankt Goar liegt im Mittelrheintal, dem engen Durchbruchstal des Rheins durch das Rheinische Schiefergebirge. Das linksrheinische Tal gehört zum Hunsrück, das rechtsrheinische Tal zum Taunus. Die charakteristisch enge Talform entstand erdgeschichtlich durch Tiefenerosion des Flusses in eine sich hebende Scholle.

Die nächsten größeren Städte sind Koblenz, Luftlinie etwa 24 km nördlich und Bingen am Rhein, Luftlinie etwa 25 km südöstlich. Sankt Goar ist durch die Fähre Loreley mit der direkt gegenüber liegenden Schwesterstadt Sankt Goarshausen auf der rechten Rheinseite verbunden. Der Rhein hat hier eine Breite von etwa 250 Metern. In Sankt Goar mündet der vom Hunsrück kommende Gründelbach in den Rhein.

Geschichte

Das Gebiet um die spätere Stadt Sankt Goar war bereits in römischer Zeit besiedelt. Der frühmittelalterliche Name war Wochara, benannt nach dem hier in den Rhein mündenden kurzen Bach.

Der heutige Name der Stadt geht zurück auf den Heiligen Goar, der sich während der Regierungszeit des Frankenkönigs Childebert I. (511–538) an der Stelle der späteren Stadt niederließ. Goar kam als junger Priester (Mönch) aus Aquitanien (Südwestfrankreich) und lebte zunächst als Einsiedler in einer Felsenhöhle am Rhein. Mit der Erlaubnis des Bischofs von Trier wirkte er als Missionar der Landbevölkerung. Bekannt wurde er wegen seiner großen Gastfreundschaft, insbesondere gegenüber den Rheinschiffern. Später errichtete er an der Stelle der heutigen Stadt ein Hospiz und eine Kapelle. Zahlreiche Legenden rankten sich um seine Gestalt. Nach seinem Tod um 575 wurde das Grab Goars zur Wallfahrtsstätte und der Ort wurde nach ihm benannt. Frankenkönig Pippin der Jüngere übertrug 765 dem Abt der Benediktinerabtei Prüm das Hospiz und die Kapelle als persönliches Benefizium. Hieraus entstand das bereits Ende des 11. Jahrhunderts bezeugte Chorherrenstift Sankt Goar.[2]

Es gibt aber noch eine weitere Erklärung zur Entstehung des Ortsnamens.

„Inzwischen wollten andere behaupten, dass sowohl aus andern Schriftstellern, als auch aus uralten Urkunden zu erweisen stehe, wie dieser Ort anfangs nit Sanctgoar, sondern SANDGEWEHR oder SANTGEWER geheissen habe. Auch soll dieser Name seinen natürlichen Ursprung von dem sehr nahe dabey befindlichen Wasserfall der Werb, oder wie man von diesem gesagt hat, der Gewerb eigentlich empfangen haben. Denn weil von diesem Werb oder Gewerr sehr viel Sand in den umliegenden Gegenden an Land geworfen wird, so sey es nicht anders als ein rechtes SANGGEWERRE anzusehen, und habe also der Stadt den Namen mitgetheilet.“
– Johann Hermann Dielhelm: Denkwürdiger und nützlicher Rheinischer Antiquarius von 1744[3]

Mittelalter

1183 bekam St. Goar das Stadtrecht. Ab 1190 stand die Stadt unter militärischem Schutz und der Gerichtsbarkeit des Grafenhauses von Katzenelnbogen, den Klostervögten, die den Besitz an sich gebracht hatten. 1245 erbaute Graf Diether V. von Katzenelnbogen die Burg Rheinfels. Mit dem Tod des letzten Grafen von Katzenelnbogen, Philipps des Älteren, fiel die Grafschaft Katzenelnbogen und damit Sankt Goar 1479 an die Landgrafschaft Hessen.

Hessen- und Franzosenzeit bis 1815

Am 1. November 1527 begann der spätere Theologieprofessor Adam Krafft im Auftrag des hessischen Landgrafen Philipps I. die Reformation einzuführen. 1567 wurde die Landgrafschaft Hessen nach dem Tode Philipps I. unter seinen vier Söhnen aufgeteilt. Der jüngste Sohn, Philipp II., erhielt die Niedergrafschaft Katzenelnbogen, nunmehr Hessen-Rheinfels genannt, und damit Burg und Stadt.

1580 fielen der Pest in Sankt Goar 175 Personen zum Opfer; nur 18 Jahre später, 1598, abermals 142. Im Pestjahr 1598 errichtete Franz Schmoll in St. Goar die Rheinfels-Apotheke als dritte Apotheke in Hessen neben Kassel und Marburg. 1635, mitten im Dreißigjährigen Krieg, raffte die Pest noch einmal über 200 Personen hinweg.

Infolge des anhaltenden Rechtsstreits zwischen Hessen-Kassel und Hessen-Darmstadt über die Aufteilung der erloschenen Landgrafschaft Hessen-Marburg ließ Hessen-Darmstadt mit kaiserlichen Truppen Rheinfels und Sankt Goar im Sommer 1626 mehrere Wochen lang belagern, was schließlich zur Kapitulation und anschließenden Plünderung der Stadt durch spanische Truppen führte. Von 1626 bis 1647 gehörte Sankt Goar daraufhin zu Hessen-Darmstadt. 1647 eroberten Truppen der Landgräfin Amalie Elisabeth von Hessen-Kassel die Burg Rheinfels und die Stadt. Am 14. April 1648 trat Landgraf Georg II. von Hessen-Darmstadt die Niedergrafschaft Katzenelnbogen mit Sankt Goar „auf ewige Zeiten“ an Hessen-Kassel ab.

Während Hessen-Kassel reichsrechtlich die Landeshoheit behielt, fiel die Herrschaft über die Grafschaft Niederkatzenelnbogen an Landgraf Ernst, der am 30. März 1649 seinen Einzug in Sankt Goar hielt und die Nebenlinie Hessen-Rheinfels-(Rotenburg) gründete. Landgraf Ernst regierte bis zu seinem Tode 1693 auf Burg Rheinfels, seinem Residenzschloss, als religiös toleranter, geistig höchst interessierter Herrscher, der wesentlich zum wirtschaftlichen Aufschwung der Stadt Sankt Goar beitrug, die unter den Folgen des Dreißigjährigen Krieges zu leiden hatte. 1692 während des Pfälzischen Erbfolgekrieges Belagerung von Burg und Stadt durch zuletzt 28.000 Franzosen. Auch der letzte Sturmversuch wird abgeschlagen. 1711 wurde nach Erbauseinandersetzung Landgraf Wilhelm von Hessen-Wanfried die Landgrafschaft Hessen-Rheinfels zugesprochen, er nannte sich Wilhelm von Hessen-Rheinfels. Der Kaiser übertrug ihm 1718 die Burg. 1731 beerbte Christian von Hessen-Wanfried (genannt seit 1711 von Hessen-Eschwege) die Landgrafschaft Hessen-Rheinfels mit Burg. Die Burg wurde 1735 endgültig an Hessen-Kassel abgetreten. 1755 nach dem Tod von Christian 1755 fiel die Landgrafschaft an Hessen-Rotenburg.

1794 wurde die Festung kampflos an französische Revolutionstruppen übergeben und 1796/97 in großen Teilen durch die Ingenieur-Kapitäne Charles und Bouiller gesprengt. Bis 1813 stand sie unter französischer Verwaltung. 1812 wurde die Ruine als französisches Staatseigentum an den St. Goarer Kaufmann Peter Glass verkauft. Das beim Abbruch gewonnene Material wurde zum größten Teil beim Bau der Festung Ehrenbreitstein bei Koblenz verwendet.

Ab 1815: Bei Preußen und Rheinland-Pfalz

Sankt Goar kam 1815 gemäß dem Vertrag des Wiener Kongresses in preußischen Besitz und wurde 1816 Kreisstadt des Kreises Sankt Goar, der rund 28.000 Einwohner zählte. Ab 1825 konnte mit dem Beginn der Dampfschifffahrt, der Vergrößerung des Rheinhafens und dem Bau der Eisenbahnlinie von 1857 bis 1859 ein wirtschaftlicher Aufschwung erreicht werden, der aber durch die Enge des Raumes begrenzt blieb.

1918, am Ende des Ersten Weltkrieges, erfolgte der Rückzug der 5. Armee vom November bis zum Dezember über die rheinische Pionierbrücke zwischen St. Goar und St. Goarshausen. Nach dem Ersten Weltkrieg war die Stadt zeitweise französisch besetzt.

Während der französischen Besatzung ereignete sich am 9. Mai 1923 ein schwerer Eisenbahnunfall: Ein Personenzug, der im Regiebetrieb der französischen Besatzung verkehrte, entgleiste und stürzte in den Rhein. Mindestens 29 Menschen ertranken, wahrscheinlich mehr.[4] Die französische Besatzung verhinderte bei Unfällen von Regiezügen grundsätzlich, dass Informationen nach außen drangen.[5]

Im Zweiten Weltkrieg erfolgten keine Luftangriffe auf Sankt Goar. Mitte März 1945 erreichten Truppenverbände der US-Armee das nun betroffene Sankt Goar. Die US-Verwaltung wurde Anfang Juli als Französische Besatzungszone an Frankreich übergeben.

Seit 1946 ist die Stadt Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Mit der Verwaltungsreform 1969 erfolgte die Auflösung des Kreises Sankt Goar und Zuordnung zum Rhein-Hunsrück-Kreis mit Sitz in Simmern. Außerdem wurden am 7. Juni 1969 die bis dahin selbstständigen Gemeinden Biebernheim und Werlau eingemeindet.[6] 1972 wurde die Stadt Sankt Goar in die Verbandsgemeinde Sankt Goar-Oberwesel mit Sitz in Oberwesel eingegliedert.

Am 21. November 2012 wurde der erste Spatenstich für das Projekt Modellstadt St. Goar gesetzt. Bei diesem 2009 vom rheinland-pfälzischen Finanzministerium initiierten Projekt soll die Innenstadt von St. Goar verschönert werden. Dafür werden einzelne Plätze im Ortskern und das Rheinvorland neugestaltet. Die Kosten des Projekts werden zum größten Teil vom Bund übernommen.

Lichtenau – Idylle mit Geschichte

Die frühe Geschichte des Spessarts und der Lichtenau wurde im Wesentlichen durch weltliche und kirchliche Mächte von außen bestimmt.

Um 1000 stießen in und um Lichtenau Würzburger und Mainzer Interessen zusammen, da Würzburg sich Ende des 10. Jahrhunderts die Gebietsrechte von Kloster Neustadt angeeignet hatte und Mainz Ansprüche über seine Rechte in Aschaffenburg auf das Gebiet um Lichtenau erhoben hatte. Das Gebiet blieb Jahrhunderte lang eine Scheidelinie zwischen der von Ost und West erfolgenden Besiedelung, was sich z.B. in unterschiedlichen Mundarten (rheinischer im Westen, fränkischer im Osten) bis ins 20. Jahrhundert hinein manifestierte. Auch heute ist die Lichtenau noch Grenzstelle – zwischen den Landkreisen Aschaffenburg und Main-Spessart.Eine dauerhafte Grenzsicherung sollte unter anderem ab 1462 die Familie Echter als mainzische Lehennehmer mit ihrem neu eingerichteten Gestüt in Lichtenau gewährleisten. Streitereien gab es in dieser Zeit zwischen den Bistümern Mainz und Würzburg insbesondere um Triftrechte auf der Hafenlohr sowie die Grenzlinie Erlenfurt – Hoher Knuck – Geiersberg.

Schon vor den Tod des letzten Echter wurde das Mannlehen von Lichtenau für den Kurstaat eingezogen und der Kurfürst von Mainz ließ dort mit umfangreichen Baumaßnahmen eine neue – nun kurmainzische – Stuterei errichten. Während seiner Existenz zwischen 1657 und 1790 lieferte das mainzische Staatsgestüt in Lichtenau eine anerkannte Qualität von Pferden für den kurfürstlichen Marstall.Ab 1775 trug man sich in Mainz mit dem Gedanken, das Gestüt in Lichtenau wegen zu hoher Kosten aufzulösen. 1813 hatten dann die aus dem Odenwald stammenden Hammerherren der Familie Rexroth das Gestüt in Erbpacht erhalten und daraus in bayerischer Zeit einen ab 1823 funktionierenden Hammerbetrieb gemacht, der erst nach dem Umzug der Familie ins bahnnahe Lohr ab 1850 eine langsame Reduzierung erfuhr. Im November 1871 verstummte das Hammerwerk auf der Lichtenau dann ganz.

Vorübergehend war von 1882 bis 1885 die Lohrer Schnitzschule in das Erbleihgut eingezogen, ehe es am 18. März 1896 durch Julius Rexroth an die Gebrüder Eich vom „Knuck“ verkauft wurde und in Familienbesitz gelangte.Es waren sechs Brüder, die auf dem Knuck saßen und vorerst das erworbene Erbleihgut nur landwirtschaftlich nutzten. Als dann ihre Schwester Kuni den Braumeister Fritz Wucherer heiratete wurde von den Eichs eine Gaststätte und das Hotel „Hochspessart“ eingerichtet, 1910 der Saal angebaut und von beiden bis 1929 betrieben. In diesen Jahren erwarb sich das Gasthaus im Hochspessart als älteste Sommerfrische des Spessarts ihre ständig wachsende Berühmtheit. Im Spätsommer 1927 weilte Kurt Tucholsky auf seiner Wandertour durch den Spessart mit seinen beiden Kumpanen “Jakopp” und “Karlchen” in Lichtenau und hielt die Geschehnisse in seinem Reisebericht „Das Wirtshaus im Spessart“ fest.

Im Jahre 1930 übernahm Karl Eich Gasthaus und Hotel. Seit 1970 wurde das Gasthaus von Marianne (jüngste Tochter von Karl Eich) und Wilhelm Geis geführt. Im Jahr 2019 hat Tochter Ursula Roth den Betrieb übernommen und setzt die Familientradition damit fort.

Vom kleinbäuerlichen Betrieb zum Erlebnisbauernhof

Seit 1904 ist der Betrieb in unserem Besitz – wir das ist die Familie Fäth.

  • In den Anfangsjahren lag die Konzentration auf der Kuhhaltung zur Milchgewinnung
  • 1964 kam die Schweinezucht hinzu
  • 1984 stellten wir auf Mutterkuh-Haltung um
  • 1994 beginnen wir mit der Direktvermarktung unserer Fleischerzeugnisse und beginnen die Teil-Aussiedlung der Anlage zu planen
  • 1995 können die Stallungen im Herrnbildweg mit 30 Mutterkühen in Betrieb genommen werden
  • 2004 stellten wir auf ökologisch-biologische Bewirtschaftung um
  • 2006 erhielten wir die Bio-Zertifizierung
  • 2009 konnten wir endlich nach 5-jähriger Planung den Neubau errichten, in dem nun unsere Vesperstube zu finden ist. Auch ein Bio-Fleischlädchen ist im Entstehen und wir können hoffentlich im Frühjahr 2011 unsere hauseigenen Fleisch- und Wurstprodukte dort anbieten.
    Bis dahin können Sie diese in der Vesperstube genießen und sich von der Qualität unserer Produkte überzeugen.

Ein paar Kühe, Bio-Fleisch, hausgemachte Wurst und eine Vesperstube machen aus einem bäuerlichen Betrieb noch keinen Erlebnisbauernhof.

Dafür haben wir uns noch einige Besonderheiten einfallen lassen und die Ideen gehen uns hoffentlich nicht so schnell aus, damit es für uns und für unsere Gäste spannend bleibt.

Merinoschafe, Heidschnucken, Burenziegen, Steichelzoo, Hausschweine, Hütehunde und unsere Limousin-Herdbuchzucht finden sich im Tierbestand. Historische und neuzeitliches Arbeitsgerät, Stroh-Hüpfburg und Strohtraktor, Hofführungen, Lehrreiches für Groß und Klein zum Zuhören, Anschauen und Anfassen.

Stöbern Sie durch unsere Seiten und finden Sie die passende Idee für Ihren nächsten Ausflug, um Landwirtschaft mal anders zu erleben und/oder groß und klein einige schöne und kurzweilige Stunden zu bieten.

Viel Spaß dabei und wir freuen uns bald Sie auch persönlich auf dem Limousinhof zu begrüßen

Familie Fäth

Die Geschichte der Hohe-Wart

Antonius Sartor, Jägersmann zu Volkersbrunn, errichtete im Jahr 1733 – mitten im Wald – eine Jagdhütte, um die vorbei fahrenden Kutschen zu bewirtschaften. Der Weg an der Hohen Warte war damals der direkte Weg zwischen Schloß Mespelbrunn und dem Aschaffenburger Schloß. Seinen Namen finden wir in Stein gemeißelt auf dem Sockel des Häusleins, die Inschrift lautet „Antonius Sartor, Förster zu Volkersbrunn 1733“.
Das Häuslein ist längst keine Hütte mehr und schon lange von privatem in öffentlichen Besitz übergegangen. Das Hohe-Wart-Haus, wie auch der inzwischen 480 Hektar große Hohe-Wart Wald ringsum, gehört der Stadt Aschaffenburg. Doch kein Jäger ruht sich hier mehr von den Strapazen des Waidwerks aus, und zwischen den alten Mauern wird auch kein Brennholz mehr versteigert, wie noch bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Heute ist die Hohe Warte ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler und Geheimtip für alle, die mitten im Wald mal Deftiges essen wollen.
 
Das Hohe-Wart-Haus gehört heute der Stadt Aschaffenburg, weil Ihre Bürger von 1605 bis 1644 dem Kurfürst Johann Schweickard von Kronberg so schön beim Bau seines Schlosses Johannisburg geholfen hatten. Das hat den hohen Herrn so beeindruckt, daß er sich in einer schwachen Stunde von beinahe 500 Hektar Wald trennte.
33 Spessartgemeinden schenkte er zum Dank für geleistete Hilfe beim Schlossbau 206 Hektar Wald (die Zehnt-Hohewart), die Stadt Aschaffenburg bekam gleich nebenan 261 Hektar (die Stadt Hohewart).
Doch die 33 Gemeinden konnten Ihren Wald nicht nutzen, weil die Anfahrtswege zu weit waren. So schrumpften die Erträge von Jahr zu Jahr, bis das kurfürstliche Geschenk 1857 unter den Hammer kam.
Natürlich wollte die Stadt Aschaffenburg bei der Versteigerung am 30. Juli 1857 vor dem Landgericht Obernburg von Anfang an mitbieten – um jeden Preis, wenns nötig war. Das hatte der Stadtmagistrat so beschlossen, und dafür hatten Bürgermeister von Herrlein, der Rechtkundige Rat Saam, sowie die Herren Magistratsräte Hirsch, Kittel, Krebs, Protz, Reuss, Anton Weber, Fr. M. Weber und der Polizei-Offiziant Müller. Doch als es dann soweit war, lagen Bürgermeister von Herrlein und Magistrat Kittel mit Ihrem Angebot von 78600 Gulden um 200 Gulden unter dem Angebot der Gebrüder Rexroth vom Hobbacher Eisenhammer.
 
Denoch erteilte das Gericht dem Meistbietenden noch nicht dem Zuschlag. Die Aschaffenburger Herren baten um 14 Tage Aufschub und siehe, ihr Wille geschah. Dann allerdings stellten sie fest, daß sie die Rechnung ohne das Gemeindekollegium gemacht hatten. Denn als Magistrat und Gemeindevertreter einen Tag später berieten, wurde der Waldkauf mit 8:1 Stimmen abgeschmettert. Man hatte sich auf ein kurz zuvor eingeholtes Gutachten des königlichen Forstamtes Aschaffenburg besonnen, das den Waldwert höchstens auf 72000 Gulden bezifferte. Und obwohl die Regierung mit einem günstigen Kreditangebot alle Unebenheiten auf dem Weg zur Zehnt-Hohewart ebnen wollte, blieb es dabei. Bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeindekollegium am 05. Oktober stimmten auch die Magistratsherren mit 6:3 gegen den Kauf. Am 16. Oktober 1857 wurden Ludwig und Friedrich Rexroth die neuen Besitzer der Zehnt-Hohewart.
Doch wenn sie auch Eisen kundig zu formen wußten, vom Wald dürften sie nicht viel verstanden haben. Die Gebrüder Rexroth haben in Ihrem Wald ganz schön gewütet und große Kahlhiebe ausgeführt. Was die Stadtväter dem Rexroth-Emissär sagten, der am 26.08.1865 im Auftrag der Gebrüder den Wald zum Kauf anbot, ist nicht verbürgt. Es dürften wenig freundliche Worte gewesen sein. Sicher ist nur, daß die Rexroths ihren Waldbesitz im Jahr 1866 an den Darmstädter Buch- und Kunsthändler Georg Gustav Lange veräußerten. Der nämlich wollte Fabrikant werden und – ausgerechnet – mitten im neugekauften Wald Zündhölzer produzieren. Die Fabrik entstand in der Waldabteilung „Fron am Hasenrain“. Eines Tages jedoch türmten Langes Arbeiter. Immer schon hatten die Männer Angst vor Explosionen und giftigen Dämpfen beschlichen. Und jetzt hatte es tatsächlich geknallt und danach gebrannt. Angeblich war einem Arbeiter glühende Pfeifenasche in Holzspäne gefallen. Georg Gustav Lange machte seine Firma dicht.
Im Waldgebiet, das der Volksmund heute noch „Fabrik“ nennt, konnten Restfundamente des Baus lange Zeit besichtigt werden – bis die Leidersbacher den Rotsandstein abschleppten und in ihr Gemeindehaus einmauerten. Aber auch dieses Haus steht nicht mehr. Die Fabrik droben im Walde ist dem Erdboden gleich gemacht.
 
Der gescheiterte Unternehmer aber wollte seinen Wald am 14. Juni 1870 wieder verscherbeln. An die Stadt natürlich und für 75000 Gulden. Die Stadtväter reagierten kühl. Beim derzeitigen Waldbestand sei der Preis von 75000 Gulden viel zu hoch, da nur wenig mehr als der Bodenwert übriggeblieben sei. Hinter der kühlen Maske verbarg sich heißes Verlangen. Natürlich war die Stadt nach wie vor an der Zehnt-Hohewart interessiert. Ein jedoch erst vier Jahre später angefertigtes Gutachten des Königlichen Forstamtes bezifferte den Wert zwar nur noch auf 60000 Gulden, empfahl den Kauf zugleich aber als dringend im eigenen Interesse der Stadt. Denn: Langes Erben wollten den Wald roden und das Feld landwirtschaftlich nutzen.
Eine Katastrophe für den angrenzenden Stadtwald: Für ewige Zeiten wäre die gesamte Hohewart-Höhe einseitig kahlgefegt gewesen. Regen, Schnee und Sturm hätten ungehindert in den Stadtwald blasen können. Vermagerung des Bodens und Rückgang des Baumnachwuchses wären die Folgen gewesen. Die Stadt entschloß sich zum Kauf. Und wie, schön: Der Kaufpreis konnte noch auf 50000 Gulden gedrückt werden. Am 6. April 1875 wurde die Stadt Aschaffenburg neue offizielle Besitzerin der Zehnt-Hohewart und hatte damit ihren Waldbesitz in diesem Bereich verdoppelt. Die Hohewart hat sich seither zu einem Ausflugsziel entwickelt. Das ging 1880 los – Gründungsjahr der Aschaffenburger ” Spessartfreunde “. Schon die achte von zehn Wanderungen in diesem Jahr führte die Spessartfreunde gemeinsam mit befreundeten Vereinen aus Hanau und Frankfurt am 29. August 1880 auf die Hohewart.
Das Hohewart Haus war noch bis Anfang dieses Jahrhunderts nichts weiter als die Jagdhütte, zu der Antonius Sartor den Grundstein gelegt hatte. Erst 1909 wurde die Jagdhütte für 2900 Mark ausgebaut, und die Stadt versteigerte hier noch bis nach dem zweiten Weltkrieg Brennholz an die Leute aus den Dörfern ringsum.
Seitdem hat sich das Haus im Wald äußerlich nicht mehr verändert. Dafür aber drinnen. Der Pächter modernisierte in jüngster Zeit vor allem die Küche. 1910 hatte die Stadt bereits für 5000 Mark eine Wasserleitung gelegt. Sie bginnt 300 Meter weiter bergab an einer Quelle im „Saugrund“ und überwindet auf ihrem Weg bis zum Wasserhahn auf der Hohewart 95 Höhenmeter. Anfang der 60er Jahre kam eine neue Leitung aus Kunststoff unter die Erde. Das Wasser fließt ohne motorisiertes Zutun bergauf: Zwar arbeitet an der Quelle eine Pumpe, doch sie wird angetrieben durch herabstürzendes Quellwasser, von dem bis zu zehn Liter pro Minute aus der Erde sprudeln. Auf der Hohen Warte sammelt sich das Wasser in einem Hochbehälter, der fünf bis sechs Kubikmeter faßt. Die Friedenslinde, die mitten im Wirtschaftsgarten steht, wurde 1894 gepflanzt und die Weisung dazu erteilte der damalige Oberforstmeister Schultz. Der Grund: ein Krach im Stadtmagistrat mit anschließender Versöhnung. Weshalb sich die Herren damals – im Jahr 1892 – so sehr erhitzten, ist unbekannt. Fest steht nur, daß es um eine Stallung ging, die in die Nähe des Wirtschaftsgebäudes kommen sollte. Vielleicht wollten die einen lieber einen Steinbau statt einer Holzbude. Jedenfalls kaufte der Magistrat Anfang 1894 in der Stadt einen Bretterbau, ließ ihn in seine Einzelteile zerlegen und auf der Hohen Warte wieder zusammenstellen.
Als der Krach beseitigt war, pflanzte Oberforstmeister Schultz ob des errungenen Friedens vor dem Hohewart-Häuschen die Friedenslinde. Drei Meter tief steckte er die Triebe in die Erde, und unter das Wurzelwerk legte er eine Weinflasche mit einer Urkunde, die über die vorangegangenen Ereignisse berichtet. Die Hohe Wart war ohnehin nicht geeignet als Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen. Schon damals rückte sie immer mehr ins Blickfeld von Naturfreunden, Wanderern und Waldliebhaber.
Die Wandervereine, die seit 1876 entstanden waren, wollten ein Netz markierter Wanderwege über den Spessart legen. 1892 war es dann so weit: das erste Wanderweg-Netz lag vor. Striche und Ringe in allen Farben (heute sind sämtliche Wege einheitlich rot gekennzeichnet) weisen den Weg. Jeder der fünf Hauptrouten durchquerte den Spessart, von denen insgesamt 13 Abzweigungen zu beliebten Ausflugszielen führte – eine davon ist die Hohe Wart. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Hohe Wart geblieben, die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Stadt hat der Wald indessen schon längst verloren.

Sender Pfaffenberg

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Der Sender Pfaffenberg ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks für UKW und digitales Fernsehen (DVB-T) auf dem Pfaffenberg (Gemarkung Oberbessenbach). 1953 wurde als Antennenträger ein 50 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm gebaut, der 1968 durch einen 181 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast ersetzt wurde.

Zur Einführung von DVB-T am Standort Pfaffenberg hat der Bayerische Rundfunk einen neuen, 176,05 Meter hohen Turm errichtet. Im Zuge der Vorbereitung wurde der Stahlfachwerkturm von 1953 demontiert. Die neue Anlage besteht aus einem etwa 110 Meter hohen Betonfuß, einem darauf aufsetzenden etwa 47 Meter hohen Stahlrohr und einem rund 17 Meter hohen GFK-Zylinder zur Aufnahme der DVB-T-Antennen an der Spitze.[1] Ebenso werden die Hörfunkprogramme dann auch von diesem Turm abgestrahlt. Einen ähnlichen Antennenträger, wie der hier errichtete, baute der BR bereits 1998 am Standort Hohe Linie bei Regensburg. Der Stahlrohrmast wurde am 16. April 2010 gesprengt.

Wanderführer Wolfgang Lippert

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Der Eselsweg

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Der Eselsweg ist eine historische Handelsstraße und ein Fernwanderweg durch den Spessart in Hessen und Bayern. Er ist 111 km lang und führt von Schlüchtern nach Großheubach in der Nähe von Miltenberg.

Der Weg ist eine der sogenannten Altstraßen und wahrscheinlich schon seit 2.000 Jahren in Benutzung. Seinen Namen hat er von den Eselskarawanen im Mittelalter, die Salz von Bad Orb nach Miltenberg zur Einschiffung brachten.

Heute ist der Eselsweg ein beliebter Wanderweg, der fast ohne Ortsberührung als Höhenweg auf der Eselshöhe durch die Spessartwälder führt. Der Spessartbund hat den Weg mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund gekennzeichnet und hält ihn instand.

Oberhalb von Wiesen am Greifenberg kreuzt er am Dr.-Karl Kihn-Platz eine zweite historische Handelsstraße des Spessarts, die Birkenhainer Straße. Dort endet seit 2011 auch der Degen-Weg.

Markante Wegpunkte sind: Bellinger Warte – Erlebnispark Steinau – Wiesbüttsee – Dr. Karl-Kihn-Platz – Kreuzkapelle – Engländer – Pollaschdenkmal – Echterspfahl – Schloss Luitpoldshöhe – Hunnenstein – Kloster Engelberg

Rothenbuch

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Rothenbuch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

Geografische Lage
Rothenbuch liegt in der Region Bayerischer Untermain, im Herzen von Deutschlands größtem Laubwaldgebiet, dem Spessart. Zur Gemeinde Rothenbuch zählen auch die etwa 8 bzw. 9 km entfernten Weiler Lichtenau und Erlenfurt im Hafenlohrtal, die die Postleitzahl der Gemeinde Hafenlohr (Kreis Main-Spessart) tragen, sich jedoch noch im Landkreis Aschaffenburg befinden. Rothenbuch weist eine verkehrsgünstige Lage zwischen den Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropole Frankfurt am Main und der Region Würzburg auf. Die nächstgelegene Stadt ist Lohr am Main im Osten. Den Flughafen Frankfurt erreicht man in ca. 40 Minuten, nächstgelegener ICE-Bahnhof ist Aschaffenburg (20 Minuten). Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 470 m ü. NN (Lage) südöstlich des Ortes, an einem Nebengipfel des Königsberges, der niedrigste liegt in der Nähe von Erlenfurt an der Hafenlohr auf 231 m ü. NN (Lage).