Bericht Seniorenwart für 2017

Liebe Aktiv-Senioren und Wanderfreunde,

nachfolgend berichte ich Euch in meiner Funktion als Seniorenwart über die Aktivitäten der Senioren im Wanderjahr 2017:
Es wurden insgesamt elf Wanderungen, jeweils donnerstags, von den Senioren unternommen.

20180105_MGV_Bericht_SeniorenwartGesamte Teilnehmerzahl: 448
Im Schnitt waren wir 41 Teilnehmer (Vorjahr: 40 Teilnehmer).
Die Zahl der Gastwanderer steigerte sich von 33 in 2016 auf 53 in 2017.
Dabei wurden pro Person ca. 89 km erwandert, im Schnitt ca. 8 km pro Tour.
1 Jugendlicher hat an 2 Touren teilgenommen.

  • Januar

Im Januar ging es mit 43 Teilnehmern zur Betriebsbesichtigung beim Main-Echo. Wir Aktiv-Senioren wollten wissen, wie unsere Zeitung gemacht wird.
Nach dem Motto: Auch erwachsene Gehirne wachsen noch, oder es gab eine Zeit wo Druckerblei mehr Wert war als Gold!
Beim Main-Echo-Besuch wurde von der Ortsgruppe Kleinostheim auch die TÜV-Arbeiten, also die Ballastprobe am Aufzug übernommen.
6 Personen waren zugelassen, 9 Personen waren drin, der Aufzug fährt nach mehrmaligem Drücken ca. 1m hoch und bleibt stehen. Also Ballastprobe-TÜV bestanden.Vorteil für die Männer, es waren viele Frauen mit vorzeigbaren Busen drin.
Schlecht für die im gläsernen Aufzug Gefangenen, oben war der kostenfreie Main-Echo-Imbiss bereits freigegeben.

  • Februar

Ein High-Light: Auf Initiative unseres Wanderfreundes Hans Schlembach waren wir am Flughafen Frankfurt zu einer Maxi-Tour rund um das zentrale Start- und Landebahn-System unterwegs.
Bei all den Zahlen und Fakten, die wir unterwegs bekommen, z.B. wer hätte gewusst? Der Airbus A380, wir hatten ihn auf dem Gelände mehrmals gesehen, gilt momentan als das größte Passagierflugzeug der Welt, mit einer Spannweite von ca. 80 m. Er benötigt bei voller Beladung mindestens 2500 m bis er abhebt. Der Flughafen Frankfurt ist einer der größten der Welt. Mit über 80.000 Beschäftigten, die größte lokale Arbeitsstätte in Deutschland.
Mittagessen hatten wir im „The Squaire“ Restaurant Paulaner.
Wir waren insgesamt 40 Teilnehmer, interessant war der Altersunterschied, 5 Jahre der jüngste Teilnehmer und 85 Jahre die älteste Teilnehmerin.
Danke an Hans Schlembach für die interessante und günstige Tour.

  • März

Wanderführer Herbert Schlett machte seinen Einstand mit 29 Aktiv-Senioren, dabei ging es bei Dauerregen nach Strietwald zur Almhütte. Herbert hat die idealen Eigenschaften eines Wanderführers, er ist groß und hört gut, wenn er als Wanderführer ganz vorne läuft, weiß er über was sich die letzten zwei Wanderer unterhalten.

  • April

33 Teilnehmer
Eine schöne Wanderung hatten wir im April, mit dem Zug und Bus ging es nach Sulzbach, von der Buchenmühle wanderten wir nach Dornau zu der Erdachse, die schon geschmiert war, weiter ging es zur Christkönig-Kapelle und dann zur Schlussrast in die Almhütte Kleinwallstadt.

  • Mai

Eine wirklich seniorengerechte Wanderung machte Maria Schlett mit 37 Teilnehmern mit uns nach Großostheim, vorbei an historischen Kapellen, Flur und Weinbergen mit Einkehr in die Häcke Kapraun.

Vesperplatten, guter Wein, die Bewirtung war sehr gut, warum können wir nicht noch bleiben, einen Bus später fahren, war die meist gestellte Frage.
Aber ihr habt auch gesehen, dass Wanderführer ein Gespür haben, wann aufgebrochen werden muss, der Großostheimer Weg wurde sogar unterwegs zum Bus geküsst.
Danke an Maria für die schöne Tour.

  • Juni

Grillfest
WF Günter Scherer machte eine Heimatwanderung zum Gelände vom Obst- und Gartenbauverein. Hier war für ausreichende Verpflegung mit Steaks, Bratwürsten, Salat, Getränke, Kaffee und Kuchen gesorgt.
Besonderen Dank geht an die Kuchenbäckerinnen und die Salatspender, dem Bewirtungsteam und den Helfern beim Auf- und Abbau, so wie beim Reinigen. „Danke“.
Wanderwart Wolfgang Lippert nutzte das Vereinsheim des Obst- und Gartenbauvereins und machte eine Belehrung z.B. Verhalten des Wanderers in der Gruppe bzw. Überquerung der Straße.
Schön war anzusehen, die Harmonie sowie die Hilfsbereitschaft untereinander. Wir hatten mit dem Wetter Glück, es war wieder der schönste Tag der Woche; 55 Teilnehmer konnten an diesem Tag gezählt werden.

  • Juli

35 Teilnehmer
Unter dem Titel „Spessart-Polka“ führten Marita Zimlich und Peter Emmerich uns auf und ab wie bei einer Polka durch diese herrliche Kulturlandschaft um Straßbessenbach.
Die Aussicht auf der einen Seite Keilberg, Strassbessenbach, Oberbessenbach, Waldmichelbach und Dörrmorsbach auf der anderen Seite Winzelhohl, Hösbach weiter oben Breunsberg und rechts der Sämenhof.
Pferde, Schafe, Mutter-Kalb-Haltung, wenn die Kühe noch Glocken getragen hätten wie im Allgäu. Da kann man sagen Wanderer-Auge, was willst du mehr.
Selbst der Abschluss im Goldenen Adler, in der alten Scheune war noch mal ein High-Light.
Danke an Marita und Peter für diese schöne Tour.

  • September

Es war schon beeindruckend als Wanderführerin Norma Lienau 38 Wanderer mit aufgespannten Regenschirmen durch Aschaffenburg ins Schöntal zur Großmutterwiese vorbei am Hannewackeldudelsee in den Fasanerie Park zum Adrians-Plätzchen führte.
Nach Umrundung des Fasaneriesees kehrten wir in die Gaststätte Zeughaus ein. Danke an Norma, die uns bei diesem Wetter bei guter Laune hielt.

  • Oktober

Mit Marita Zimlich und Peter Emmerich machten wir mit 26 Teilnehmern den 2. Teil „Spessart-Polka“ Kulturweg.
Wir starteten auf dem Kulturweg in Straßbessenbach zum alten Hofgut Waldmichelbacher Hof, dann weiter zum alten Forsthaus, hier gab es eine kleine Überraschung, dann ging es weiter zum Eremitage-Kreuz, weiter durch den Ort zur Einkehr in die Gaststätte Goldener Adler.
Straßbessenbach die Heimat vom Peter. Peter Wetter bei dieser Tour war gut. Verpflegung war gut. Die kleine Überraschung war gut. Nur beim nächsten Mal, wenn wir kommen gehören die Fahnen gehisst.

  • November

32 Teilnehmer
Wanderführerin Hildegard Sauer machte mit 32 Teilnehmern die beliebte Herbsttour durch den Lindigwald in Wanderheim nah Dettingen. Dort erwartete uns wie immer eine deftige Vesper sowie Kaffee und Kuchen.
Die Tour war dieses Mal so gründlich vorbereitet, es war kein Maulwurfshaufen zu sehen, die wurden bei der Vortour umgesiedelt.

  • Dezember

Eine kleine von Günter Scherer geführte Wanderung zum Party-Kempf, dort hatten wir die beliebte vorweihnachtliche Feier für alle Mitglieder des Spessartbundes.
Eine stimmungsvolle Feier mit Liedern, Musik, der Veeh-Harfen-Gruppe, Geschichten und gemütlichem Beisammensein.

Zum Schluss:

Meinen besonderen Dank gilt den Senioren-Wanderführern Hildegard Sauer, Norma Lienau, Günter Scherer, Peter Emmerich, Marita Zimlich, Maria Schlett, Herbert Schlett und Hans Schlembach für Ihre Unterstützung mit der Hoffnung, dass wir auch dieses Jahr so weiter machen.

Dankbar bin ich für jegliche Tipps, Anregungen, Wünsche und Hinweise.
Ich wünsche uns für das Wanderjahr 2018 ein unfallfreies Wandern und eine schöne Zeit im Kreis unserer Ortsgruppe.
Wenn man mit dem Spessartbund unterwegs ist, kann man ein Fazit ziehen:

Man geht nie so dumm heim, wie man gekommen ist.“

Kleinostheim, 5.1.2018
Seniorenwart: Edgar Sickenberger

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Vom kleinbäuerlichen Betrieb zum Erlebnisbauernhof

Seit 1904 ist der Betrieb in unserem Besitz – wir das ist die Familie Fäth.

  • In den Anfangsjahren lag die Konzentration auf der Kuhhaltung zur Milchgewinnung
  • 1964 kam die Schweinezucht hinzu
  • 1984 stellten wir auf Mutterkuh-Haltung um
  • 1994 beginnen wir mit der Direktvermarktung unserer Fleischerzeugnisse und beginnen die Teil-Aussiedlung der Anlage zu planen
  • 1995 können die Stallungen im Herrnbildweg mit 30 Mutterkühen in Betrieb genommen werden
  • 2004 stellten wir auf ökologisch-biologische Bewirtschaftung um
  • 2006 erhielten wir die Bio-Zertifizierung
  • 2009 konnten wir endlich nach 5-jähriger Planung den Neubau errichten, in dem nun unsere Vesperstube zu finden ist. Auch ein Bio-Fleischlädchen ist im Entstehen und wir können hoffentlich im Frühjahr 2011 unsere hauseigenen Fleisch- und Wurstprodukte dort anbieten.
    Bis dahin können Sie diese in der Vesperstube genießen und sich von der Qualität unserer Produkte überzeugen.

Ein paar Kühe, Bio-Fleisch, hausgemachte Wurst und eine Vesperstube machen aus einem bäuerlichen Betrieb noch keinen Erlebnisbauernhof.

Dafür haben wir uns noch einige Besonderheiten einfallen lassen und die Ideen gehen uns hoffentlich nicht so schnell aus, damit es für uns und für unsere Gäste spannend bleibt.

Merinoschafe, Heidschnucken, Burenziegen, Steichelzoo, Hausschweine, Hütehunde und unsere Limousin-Herdbuchzucht finden sich im Tierbestand. Historische und neuzeitliches Arbeitsgerät, Stroh-Hüpfburg und Strohtraktor, Hofführungen, Lehrreiches für Groß und Klein zum Zuhören, Anschauen und Anfassen.

Stöbern Sie durch unsere Seiten und finden Sie die passende Idee für Ihren nächsten Ausflug, um Landwirtschaft mal anders zu erleben und/oder groß und klein einige schöne und kurzweilige Stunden zu bieten.

Viel Spaß dabei und wir freuen uns bald Sie auch persönlich auf dem Limousinhof zu begrüßen

Familie Fäth

Die Geschichte der Hohe-Wart

Antonius Sartor, Jägersmann zu Volkersbrunn, errichtete im Jahr 1733 – mitten im Wald – eine Jagdhütte, um die vorbei fahrenden Kutschen zu bewirtschaften. Der Weg an der Hohen Warte war damals der direkte Weg zwischen Schloß Mespelbrunn und dem Aschaffenburger Schloß. Seinen Namen finden wir in Stein gemeißelt auf dem Sockel des Häusleins, die Inschrift lautet „Antonius Sartor, Förster zu Volkersbrunn 1733“.
Das Häuslein ist längst keine Hütte mehr und schon lange von privatem in öffentlichen Besitz übergegangen. Das Hohe-Wart-Haus, wie auch der inzwischen 480 Hektar große Hohe-Wart Wald ringsum, gehört der Stadt Aschaffenburg. Doch kein Jäger ruht sich hier mehr von den Strapazen des Waidwerks aus, und zwischen den alten Mauern wird auch kein Brennholz mehr versteigert, wie noch bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Heute ist die Hohe Warte ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler und Geheimtip für alle, die mitten im Wald mal Deftiges essen wollen.
 
Das Hohe-Wart-Haus gehört heute der Stadt Aschaffenburg, weil Ihre Bürger von 1605 bis 1644 dem Kurfürst Johann Schweickard von Kronberg so schön beim Bau seines Schlosses Johannisburg geholfen hatten. Das hat den hohen Herrn so beeindruckt, daß er sich in einer schwachen Stunde von beinahe 500 Hektar Wald trennte.
33 Spessartgemeinden schenkte er zum Dank für geleistete Hilfe beim Schlossbau 206 Hektar Wald (die Zehnt-Hohewart), die Stadt Aschaffenburg bekam gleich nebenan 261 Hektar (die Stadt Hohewart).
Doch die 33 Gemeinden konnten Ihren Wald nicht nutzen, weil die Anfahrtswege zu weit waren. So schrumpften die Erträge von Jahr zu Jahr, bis das kurfürstliche Geschenk 1857 unter den Hammer kam.
Natürlich wollte die Stadt Aschaffenburg bei der Versteigerung am 30. Juli 1857 vor dem Landgericht Obernburg von Anfang an mitbieten – um jeden Preis, wenns nötig war. Das hatte der Stadtmagistrat so beschlossen, und dafür hatten Bürgermeister von Herrlein, der Rechtkundige Rat Saam, sowie die Herren Magistratsräte Hirsch, Kittel, Krebs, Protz, Reuss, Anton Weber, Fr. M. Weber und der Polizei-Offiziant Müller. Doch als es dann soweit war, lagen Bürgermeister von Herrlein und Magistrat Kittel mit Ihrem Angebot von 78600 Gulden um 200 Gulden unter dem Angebot der Gebrüder Rexroth vom Hobbacher Eisenhammer.
 
Denoch erteilte das Gericht dem Meistbietenden noch nicht dem Zuschlag. Die Aschaffenburger Herren baten um 14 Tage Aufschub und siehe, ihr Wille geschah. Dann allerdings stellten sie fest, daß sie die Rechnung ohne das Gemeindekollegium gemacht hatten. Denn als Magistrat und Gemeindevertreter einen Tag später berieten, wurde der Waldkauf mit 8:1 Stimmen abgeschmettert. Man hatte sich auf ein kurz zuvor eingeholtes Gutachten des königlichen Forstamtes Aschaffenburg besonnen, das den Waldwert höchstens auf 72000 Gulden bezifferte. Und obwohl die Regierung mit einem günstigen Kreditangebot alle Unebenheiten auf dem Weg zur Zehnt-Hohewart ebnen wollte, blieb es dabei. Bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeindekollegium am 05. Oktober stimmten auch die Magistratsherren mit 6:3 gegen den Kauf. Am 16. Oktober 1857 wurden Ludwig und Friedrich Rexroth die neuen Besitzer der Zehnt-Hohewart.
Doch wenn sie auch Eisen kundig zu formen wußten, vom Wald dürften sie nicht viel verstanden haben. Die Gebrüder Rexroth haben in Ihrem Wald ganz schön gewütet und große Kahlhiebe ausgeführt. Was die Stadtväter dem Rexroth-Emissär sagten, der am 26.08.1865 im Auftrag der Gebrüder den Wald zum Kauf anbot, ist nicht verbürgt. Es dürften wenig freundliche Worte gewesen sein. Sicher ist nur, daß die Rexroths ihren Waldbesitz im Jahr 1866 an den Darmstädter Buch- und Kunsthändler Georg Gustav Lange veräußerten. Der nämlich wollte Fabrikant werden und – ausgerechnet – mitten im neugekauften Wald Zündhölzer produzieren. Die Fabrik entstand in der Waldabteilung „Fron am Hasenrain“. Eines Tages jedoch türmten Langes Arbeiter. Immer schon hatten die Männer Angst vor Explosionen und giftigen Dämpfen beschlichen. Und jetzt hatte es tatsächlich geknallt und danach gebrannt. Angeblich war einem Arbeiter glühende Pfeifenasche in Holzspäne gefallen. Georg Gustav Lange machte seine Firma dicht.
Im Waldgebiet, das der Volksmund heute noch „Fabrik“ nennt, konnten Restfundamente des Baus lange Zeit besichtigt werden – bis die Leidersbacher den Rotsandstein abschleppten und in ihr Gemeindehaus einmauerten. Aber auch dieses Haus steht nicht mehr. Die Fabrik droben im Walde ist dem Erdboden gleich gemacht.
 
Der gescheiterte Unternehmer aber wollte seinen Wald am 14. Juni 1870 wieder verscherbeln. An die Stadt natürlich und für 75000 Gulden. Die Stadtväter reagierten kühl. Beim derzeitigen Waldbestand sei der Preis von 75000 Gulden viel zu hoch, da nur wenig mehr als der Bodenwert übriggeblieben sei. Hinter der kühlen Maske verbarg sich heißes Verlangen. Natürlich war die Stadt nach wie vor an der Zehnt-Hohewart interessiert. Ein jedoch erst vier Jahre später angefertigtes Gutachten des Königlichen Forstamtes bezifferte den Wert zwar nur noch auf 60000 Gulden, empfahl den Kauf zugleich aber als dringend im eigenen Interesse der Stadt. Denn: Langes Erben wollten den Wald roden und das Feld landwirtschaftlich nutzen.
Eine Katastrophe für den angrenzenden Stadtwald: Für ewige Zeiten wäre die gesamte Hohewart-Höhe einseitig kahlgefegt gewesen. Regen, Schnee und Sturm hätten ungehindert in den Stadtwald blasen können. Vermagerung des Bodens und Rückgang des Baumnachwuchses wären die Folgen gewesen. Die Stadt entschloß sich zum Kauf. Und wie, schön: Der Kaufpreis konnte noch auf 50000 Gulden gedrückt werden. Am 6. April 1875 wurde die Stadt Aschaffenburg neue offizielle Besitzerin der Zehnt-Hohewart und hatte damit ihren Waldbesitz in diesem Bereich verdoppelt. Die Hohewart hat sich seither zu einem Ausflugsziel entwickelt. Das ging 1880 los – Gründungsjahr der Aschaffenburger ” Spessartfreunde “. Schon die achte von zehn Wanderungen in diesem Jahr führte die Spessartfreunde gemeinsam mit befreundeten Vereinen aus Hanau und Frankfurt am 29. August 1880 auf die Hohewart.
Das Hohewart Haus war noch bis Anfang dieses Jahrhunderts nichts weiter als die Jagdhütte, zu der Antonius Sartor den Grundstein gelegt hatte. Erst 1909 wurde die Jagdhütte für 2900 Mark ausgebaut, und die Stadt versteigerte hier noch bis nach dem zweiten Weltkrieg Brennholz an die Leute aus den Dörfern ringsum.
Seitdem hat sich das Haus im Wald äußerlich nicht mehr verändert. Dafür aber drinnen. Der Pächter modernisierte in jüngster Zeit vor allem die Küche. 1910 hatte die Stadt bereits für 5000 Mark eine Wasserleitung gelegt. Sie bginnt 300 Meter weiter bergab an einer Quelle im „Saugrund“ und überwindet auf ihrem Weg bis zum Wasserhahn auf der Hohewart 95 Höhenmeter. Anfang der 60er Jahre kam eine neue Leitung aus Kunststoff unter die Erde. Das Wasser fließt ohne motorisiertes Zutun bergauf: Zwar arbeitet an der Quelle eine Pumpe, doch sie wird angetrieben durch herabstürzendes Quellwasser, von dem bis zu zehn Liter pro Minute aus der Erde sprudeln. Auf der Hohen Warte sammelt sich das Wasser in einem Hochbehälter, der fünf bis sechs Kubikmeter faßt. Die Friedenslinde, die mitten im Wirtschaftsgarten steht, wurde 1894 gepflanzt und die Weisung dazu erteilte der damalige Oberforstmeister Schultz. Der Grund: ein Krach im Stadtmagistrat mit anschließender Versöhnung. Weshalb sich die Herren damals – im Jahr 1892 – so sehr erhitzten, ist unbekannt. Fest steht nur, daß es um eine Stallung ging, die in die Nähe des Wirtschaftsgebäudes kommen sollte. Vielleicht wollten die einen lieber einen Steinbau statt einer Holzbude. Jedenfalls kaufte der Magistrat Anfang 1894 in der Stadt einen Bretterbau, ließ ihn in seine Einzelteile zerlegen und auf der Hohen Warte wieder zusammenstellen.
Als der Krach beseitigt war, pflanzte Oberforstmeister Schultz ob des errungenen Friedens vor dem Hohewart-Häuschen die Friedenslinde. Drei Meter tief steckte er die Triebe in die Erde, und unter das Wurzelwerk legte er eine Weinflasche mit einer Urkunde, die über die vorangegangenen Ereignisse berichtet. Die Hohe Wart war ohnehin nicht geeignet als Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen. Schon damals rückte sie immer mehr ins Blickfeld von Naturfreunden, Wanderern und Waldliebhaber.
Die Wandervereine, die seit 1876 entstanden waren, wollten ein Netz markierter Wanderwege über den Spessart legen. 1892 war es dann so weit: das erste Wanderweg-Netz lag vor. Striche und Ringe in allen Farben (heute sind sämtliche Wege einheitlich rot gekennzeichnet) weisen den Weg. Jeder der fünf Hauptrouten durchquerte den Spessart, von denen insgesamt 13 Abzweigungen zu beliebten Ausflugszielen führte – eine davon ist die Hohe Wart. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Hohe Wart geblieben, die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Stadt hat der Wald indessen schon längst verloren.

Sender Pfaffenberg

Quelle Wikipedia

Der Sender Pfaffenberg ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks für UKW und digitales Fernsehen (DVB-T) auf dem Pfaffenberg (Gemarkung Oberbessenbach). 1953 wurde als Antennenträger ein 50 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm gebaut, der 1968 durch einen 181 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast ersetzt wurde.

Zur Einführung von DVB-T am Standort Pfaffenberg hat der Bayerische Rundfunk einen neuen, 176,05 Meter hohen Turm errichtet. Im Zuge der Vorbereitung wurde der Stahlfachwerkturm von 1953 demontiert. Die neue Anlage besteht aus einem etwa 110 Meter hohen Betonfuß, einem darauf aufsetzenden etwa 47 Meter hohen Stahlrohr und einem rund 17 Meter hohen GFK-Zylinder zur Aufnahme der DVB-T-Antennen an der Spitze.[1] Ebenso werden die Hörfunkprogramme dann auch von diesem Turm abgestrahlt. Einen ähnlichen Antennenträger, wie der hier errichtete, baute der BR bereits 1998 am Standort Hohe Linie bei Regensburg. Der Stahlrohrmast wurde am 16. April 2010 gesprengt.

Wanderführer Wolfgang Lippert

Der Eselsweg

Quelle Wikipedia

Der Eselsweg ist eine historische Handelsstraße und ein Fernwanderweg durch den Spessart in Hessen und Bayern. Er ist 111 km lang und führt von Schlüchtern nach Großheubach in der Nähe von Miltenberg.

Der Weg ist eine der sogenannten Altstraßen und wahrscheinlich schon seit 2.000 Jahren in Benutzung. Seinen Namen hat er von den Eselskarawanen im Mittelalter, die Salz von Bad Orb nach Miltenberg zur Einschiffung brachten.

Heute ist der Eselsweg ein beliebter Wanderweg, der fast ohne Ortsberührung als Höhenweg auf der Eselshöhe durch die Spessartwälder führt. Der Spessartbund hat den Weg mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund gekennzeichnet und hält ihn instand.

Oberhalb von Wiesen am Greifenberg kreuzt er am Dr.-Karl Kihn-Platz eine zweite historische Handelsstraße des Spessarts, die Birkenhainer Straße. Dort endet seit 2011 auch der Degen-Weg.

Markante Wegpunkte sind: Bellinger Warte – Erlebnispark Steinau – Wiesbüttsee – Dr. Karl-Kihn-Platz – Kreuzkapelle – Engländer – Pollaschdenkmal – Echterspfahl – Schloss Luitpoldshöhe – Hunnenstein – Kloster Engelberg

Rothenbuch

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Rothenbuch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

Geografische Lage
Rothenbuch liegt in der Region Bayerischer Untermain, im Herzen von Deutschlands größtem Laubwaldgebiet, dem Spessart. Zur Gemeinde Rothenbuch zählen auch die etwa 8 bzw. 9 km entfernten Weiler Lichtenau und Erlenfurt im Hafenlohrtal, die die Postleitzahl der Gemeinde Hafenlohr (Kreis Main-Spessart) tragen, sich jedoch noch im Landkreis Aschaffenburg befinden. Rothenbuch weist eine verkehrsgünstige Lage zwischen den Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropole Frankfurt am Main und der Region Würzburg auf. Die nächstgelegene Stadt ist Lohr am Main im Osten. Den Flughafen Frankfurt erreicht man in ca. 40 Minuten, nächstgelegener ICE-Bahnhof ist Aschaffenburg (20 Minuten). Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 470 m ü. NN (Lage) südöstlich des Ortes, an einem Nebengipfel des Königsberges, der niedrigste liegt in der Nähe von Erlenfurt an der Hafenlohr auf 231 m ü. NN (Lage).