08.01.2019 – Mitgliederversammlung 2019

Bericht von der Mitgliederversammlung im Gasthaus Steinbachtal

Mit einem Neujahrsgedicht eröffnete die Vorsitzende Maria Arnold am Dienstag, 8. Januar 2019 die Mitgliederversammlung und stellte die ordnungsmäßige Einladung durch die Kleinostheimer Mitteilungen in Ausgabe 50/2018 fest. Mit 74 Teilnehmern war das Nebenzimmer im Gasthaus Zum Steinbachtal voll besetzt. Die Vorsitzende richtete Neujahrsgrüße an die Versammlung sowie besondere Genesungswünsche an alle kranken Mitglieder und wünschte ihnen baldige Wiederherstellung der Gesundheit, sowie Kraft und Geduld beim Ertragen altersbedingter Einschränkungen.

Totengedenken

Im Jahr 2018 haben fünf unserer Mitglieder ihren letzten Weg angetreten: Norbert Karl (61) + 4.Mai, Maria Hein (89) + 14. August, Thea Scherer (96) + 14. September, Werner Braun (85) + 15. November, Hans Pfarr (81) + 30. November. Mit einer Schweigeminute wurde der verstorbenen Mitglieder und all derer gedacht, die wir geliebt haben und die einen Teil unseres Lebensweges mit uns gegangen sind.

Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden

In ihrem Rechenschaftsbericht zeichnete die Vorsitzende ein positives Bild vom Zustand der Ortsgruppe, das geprägt ist von der starken Beteiligung an den Wanderungen und dem Verbundenheitsgefühl innerhalb der harmonischen Wanderfamilie.Allerdings hat sich der Mitgliederbestand bei nur einem Neuzugang aber 5 Todesfällen und 6 Austritten zum 31.12.2018 auf 216 verringert. Obwohl sie sich aus dieser Sicht keine Sorge um den Fortbestand des Vereins machen muss, forderte sie aufgrund der Altersstruktur alle Mitglieder auf, in Familie und Freundeskreis Werbung für den Verein zu machen.

Sie schilderte ihre Tätigkeiten und den doch recht hohen Zeitaufwand. und dankte ausdrücklich allen Mitgliedern und besonders dem Team in der Vorstandschaft sowie allen Helfern für die geleistete Arbeit und die Unterstützung.

Bericht des Kassenwartes

Im Kassenbericht von Kassenwart Folker Höhle waren die Einnahmen und Ausgaben detailliert aufgegliedert und er konnte aufgrund der Einnahmen aus der Beitragsanpassung, den Erlösen aus Veranstaltungen, dem Zuschuss der Gemeinde für die Vereinsarbeit und den Spenden ein positives Ergebnis vermelden. Mitte des Jahres wurde für den Verein ein Beamer angeschafft und er kommt bereits bei der Versammlung zum Einsatz.
Von den Kassenprüfern Anneliese Höfler und Hubert Pfannmüller wurde ihm einwandfreie Kassenführung und korrekte Buchhaltung bescheinigt, Entlastung wurde erteilt.

Bericht des Wanderwartes

Wanderwart Wolfgang Lippert stellte die erfreuliche Wanderstatistik vor. Die angebotenen 34 Wanderungen wurden von 1.324 Teilnehmern genutzt. An den Wanderungen haben im Durchschnitt 35 Personen teilgenommen und die durchschnittliche Wanderleistung betrug 10 km. Die Zwölferauszeichnung wird an 42 Wanderer vergeben. Wolfgang warb für die Teilnahme an dem sehr ausgewogenen Wanderprogramm. So starten wir 2019 u.a. mit Wanderungen auf der ersten und zweiten Etappe des 71 km langen Fernwanderweges Birkenhainer Landstraße. Die bereits ausgebuchte Mehrtagestour führt in der Zeit vom 26. bis 30. Juni in den Bayerischen Wald.

Bericht des Wegewartes

Im Bericht des Wegewarts Peter Höfler und vom Hüttenwart Hans Schlembach wurden die ständigen Kontrollen und Ausbesserungsarbeiten am örtlichen Wegenetz und den Wanderzeichen aufgeführt. Die beiden Schutzhütten sind nach den umfassenden Reparaturarbeiten nun in einem hervorragendem Zustand.

Bericht der Presse- und Werbewartin

Presse- und Werbewartin Maria Arnold berichtete über die Ausweitung der Öffentlichkeitsarbeit. Im Internet sind wir nun unter spessartbund-Kleinostheim.de vertreten. Das eröffnet jederzeit den Zugriff auf das Wanderprogramm und wichtige Vereinsdaten, die von Wolfgang Lippert und Detlef Seiferth stets auf dem aktuellen Stand gebracht werden. Sie lieferte 44 Beiträge für das Kleinostheimer Mitteilungsblatt und warb für „unser Blättsche“. Sie dankte den Wanderführern für die Tourenbeschreibungen und den Fotografen für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial und empfahl, die jeweiligen Beiträge zu sammeln, um am Ende des Jahres einen guten Überblick über das Wanderjahr zu haben. Im „Unser Echo“ wurde ihr Beitrag von der Mitgliederversammlung 2018 und der Bericht über die Mehrtagestour im Kleinwalsertal von Wolfgang veröffentlicht.

Bericht der Kulturwartin

Kulturwartin Luzia Wombacher lieferte einen Bericht über ihre vielfältigen Aktivitäten. Sie hat alle Informationsveranstaltungen in Sachen Kultur und Naturschutz besucht. Sie war u.a. für die Veranstaltung Jagertee an der Grobirnhütte und für die Ausrichtung des Familienfestes im November verantwortlich und hat die Fahrt zum Weihnachtsmarkt begleitet.

Bericht des Seniorenwartes

Seniorenwart Edgar Sickenberger erinnerte in seinem humorvollen Rückblick auf 11 Donnerstagswanderungen nochmals an die Ziele und die begehrten Einkehrschwünge. Die Beteiligung mit durchschnittlich 30-40 Aktivsenioren und die Harmonie in der Donnerstagsgruppe bezeichnete er als vorbildlich und er hofft, dass dieses hohe Niveau beibehalten werden kann. Mit einem kräftigen Applaus würdigten die Anwesenden seine Tätigkeit als Seniorenwart und bei der Ausrichtung der stimmungsvollen Adventfeier.

Entlastung des Vorstandes / Datenschutz

Nach der Entlastung der Vorstandschaft erläuterte die Vorsitzende nochmal die neuen Vorschriften über den Datenschutz im Verein. Sie bezog sich dabei auf die Ausführungen in der jedem Mitglied zugesandten Anlage zum Weihnachtsbrief. Sie versicherte ausdrücklich, dass die personenbezogenen Daten aus den Beitrittserklärungen – Name, Vorname, Adresse, Geburtsdatum, Familienstand – ausschließlich von den autorisierten Personen zur Erfüllung der satzungsgemäßen Aufgaben des Vereins verarbeitet und genutzt werden.

Ehrungen

Folgende Mitglieder wurden mit lobenden Worten und jeweils einem kurzen Bericht über ihre Vereinsaktivitäten für langjährige Mitgliedschaft mit Urkunde, Anstecknadel in Gold und je einem Weinpräsent geehrt. Die Auszeichnungen überreichte Frau Lorenz als Vertreterin des Spessartbund-Vorstandes Aschaffenburg.

für 40 Jahre Mitgliedschaft: Margot Hofmann, Günter Hofmann, Hans Schlembach, Helga Schlembach, Stefan Schlembach, Simone Seitz
für 50 Jahre Mitgliedschaft: Gottfried Eisert, Irene Geißler, Luzia Wombacher, Werner Wombacher, Rosa Zottmann;

Zwölferehrung: Für die Teilnahme an mehr als 12 Wanderungen wurden 42 Wanderer ausgezeichnet. Sie erhielten als kleine Anerkennung Mercischokolade.
Spitzenreiter bei der Beteiligung im Wanderjahr 2018 waren Norma Lienau und Günter Scherer, die an 29 der angebotenen 34 Wanderungen teilgenommen haben. Maria Stieler und Marliese Grammig waren bei je 27 Wanderungen dabei; Hildegard Sauer ist 26 x mitgewandert, Günter Grammig 25 x. An 24 Touren teilgenommen haben Rita Bauer, Hilde Sickenberger, Edgar Sickenberger und Leander Kraft.
Die Meister beim Zwölfern sind Irene und Günter Scherer, denn sie konnten 2018 zum 46. Mal in Folge zwölfern, die Eheleute Wombacher brachten es auf 42 Jahre in Folge.
Erfreulich ist, dass unsere Neumitglieder bereits im Eintrittsjahr gezwölfert haben.

Wir hoffen sehr, dass die Beteiligung an den Wanderungen auch 2019 so hervorragend sein wird! Der Wanderplan enthält ein abwechslungsreiches Angebot für jeden Geschmack und jede Kondition und außerdem gibt es jeden 2. Donnerstag im Monat noch die beliebten Donnerstagswanderungen.

Gastwanderer sind bei allen Touren willkommen.

Und hier nochmals der Hinweis: Alle aktuellen Wanderangebote werden zeitnah im Blättsche beschrieben und sind im Internet unter spessartbund-kleinostheim.de veröffentlicht.

Dank an Helfer und Wanderführer

Die Vorsitzende dankte den Wanderführern und allen Helfern für ihren Einsatz im Verein. Die Leistungen können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, denn ein Verein kann nur durch diese aktive Mitarbeit lebendig gehalten werden.
Als symbolische Anerkennung dieser Leistungen wurde mit einem herzlichen DANKE und WEITER SO ein Vesperpaket mit Rotwein und Schinken überreicht.
Wanderwart Wolfgang Lippert hatte schon mit einem Bildvortrag an die Touren 2018 erinnert und auch beim Verlesen der Namen stellte die Vorsitzende die Wanderungen und Veranstaltungen nochmals vor und weckte Erinnerungen an das Wanderjahr und Festjahr 2018.
Mit kräftigem Applaus wurden geehrt: Werner und Luzia Wombacher, Gisela Reinfurth, Dora Bieber, Leander Kraft, Maria und Herbert Schlett, Anneliese und Peter Höfler, Wolfgang und Hannelore Lippert, Edgar Sickenberger, Hans und Helga Schlembach, Matthias Pauli, Günter Scherer, Norma Lienau, Hildegard Sauer, Maria Stieler, Peter Emmerich und Marita Zimlich, Marliese und Günter Grammig, Winfried Faller, Maria Arnold.
Wie sich aus dem neuem Wanderplan ergibt, werden die meisten der genannten Personen auch 2019 wieder Wanderungen führen oder als Helfer bei Festen und Veranstaltungen zur Verfügung stehen.

Schluss

Um 21.30 Uhr wurde die Versammlung mit dem Spessartbundlied offiziell abgeschlossen, danach blieb Zeit für gemütliches Beisammensein.

Bilder

 

Vom kleinbäuerlichen Betrieb zum Erlebnisbauernhof

Seit 1904 ist der Betrieb in unserem Besitz – wir das ist die Familie Fäth.

  • In den Anfangsjahren lag die Konzentration auf der Kuhhaltung zur Milchgewinnung
  • 1964 kam die Schweinezucht hinzu
  • 1984 stellten wir auf Mutterkuh-Haltung um
  • 1994 beginnen wir mit der Direktvermarktung unserer Fleischerzeugnisse und beginnen die Teil-Aussiedlung der Anlage zu planen
  • 1995 können die Stallungen im Herrnbildweg mit 30 Mutterkühen in Betrieb genommen werden
  • 2004 stellten wir auf ökologisch-biologische Bewirtschaftung um
  • 2006 erhielten wir die Bio-Zertifizierung
  • 2009 konnten wir endlich nach 5-jähriger Planung den Neubau errichten, in dem nun unsere Vesperstube zu finden ist. Auch ein Bio-Fleischlädchen ist im Entstehen und wir können hoffentlich im Frühjahr 2011 unsere hauseigenen Fleisch- und Wurstprodukte dort anbieten.
    Bis dahin können Sie diese in der Vesperstube genießen und sich von der Qualität unserer Produkte überzeugen.

Ein paar Kühe, Bio-Fleisch, hausgemachte Wurst und eine Vesperstube machen aus einem bäuerlichen Betrieb noch keinen Erlebnisbauernhof.

Dafür haben wir uns noch einige Besonderheiten einfallen lassen und die Ideen gehen uns hoffentlich nicht so schnell aus, damit es für uns und für unsere Gäste spannend bleibt.

Merinoschafe, Heidschnucken, Burenziegen, Steichelzoo, Hausschweine, Hütehunde und unsere Limousin-Herdbuchzucht finden sich im Tierbestand. Historische und neuzeitliches Arbeitsgerät, Stroh-Hüpfburg und Strohtraktor, Hofführungen, Lehrreiches für Groß und Klein zum Zuhören, Anschauen und Anfassen.

Stöbern Sie durch unsere Seiten und finden Sie die passende Idee für Ihren nächsten Ausflug, um Landwirtschaft mal anders zu erleben und/oder groß und klein einige schöne und kurzweilige Stunden zu bieten.

Viel Spaß dabei und wir freuen uns bald Sie auch persönlich auf dem Limousinhof zu begrüßen

Familie Fäth

Die Geschichte der Hohe-Wart

Antonius Sartor, Jägersmann zu Volkersbrunn, errichtete im Jahr 1733 – mitten im Wald – eine Jagdhütte, um die vorbei fahrenden Kutschen zu bewirtschaften. Der Weg an der Hohen Warte war damals der direkte Weg zwischen Schloß Mespelbrunn und dem Aschaffenburger Schloß. Seinen Namen finden wir in Stein gemeißelt auf dem Sockel des Häusleins, die Inschrift lautet „Antonius Sartor, Förster zu Volkersbrunn 1733“.
Das Häuslein ist längst keine Hütte mehr und schon lange von privatem in öffentlichen Besitz übergegangen. Das Hohe-Wart-Haus, wie auch der inzwischen 480 Hektar große Hohe-Wart Wald ringsum, gehört der Stadt Aschaffenburg. Doch kein Jäger ruht sich hier mehr von den Strapazen des Waidwerks aus, und zwischen den alten Mauern wird auch kein Brennholz mehr versteigert, wie noch bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Heute ist die Hohe Warte ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler und Geheimtip für alle, die mitten im Wald mal Deftiges essen wollen.
 
Das Hohe-Wart-Haus gehört heute der Stadt Aschaffenburg, weil Ihre Bürger von 1605 bis 1644 dem Kurfürst Johann Schweickard von Kronberg so schön beim Bau seines Schlosses Johannisburg geholfen hatten. Das hat den hohen Herrn so beeindruckt, daß er sich in einer schwachen Stunde von beinahe 500 Hektar Wald trennte.
33 Spessartgemeinden schenkte er zum Dank für geleistete Hilfe beim Schlossbau 206 Hektar Wald (die Zehnt-Hohewart), die Stadt Aschaffenburg bekam gleich nebenan 261 Hektar (die Stadt Hohewart).
Doch die 33 Gemeinden konnten Ihren Wald nicht nutzen, weil die Anfahrtswege zu weit waren. So schrumpften die Erträge von Jahr zu Jahr, bis das kurfürstliche Geschenk 1857 unter den Hammer kam.
Natürlich wollte die Stadt Aschaffenburg bei der Versteigerung am 30. Juli 1857 vor dem Landgericht Obernburg von Anfang an mitbieten – um jeden Preis, wenns nötig war. Das hatte der Stadtmagistrat so beschlossen, und dafür hatten Bürgermeister von Herrlein, der Rechtkundige Rat Saam, sowie die Herren Magistratsräte Hirsch, Kittel, Krebs, Protz, Reuss, Anton Weber, Fr. M. Weber und der Polizei-Offiziant Müller. Doch als es dann soweit war, lagen Bürgermeister von Herrlein und Magistrat Kittel mit Ihrem Angebot von 78600 Gulden um 200 Gulden unter dem Angebot der Gebrüder Rexroth vom Hobbacher Eisenhammer.
 
Denoch erteilte das Gericht dem Meistbietenden noch nicht dem Zuschlag. Die Aschaffenburger Herren baten um 14 Tage Aufschub und siehe, ihr Wille geschah. Dann allerdings stellten sie fest, daß sie die Rechnung ohne das Gemeindekollegium gemacht hatten. Denn als Magistrat und Gemeindevertreter einen Tag später berieten, wurde der Waldkauf mit 8:1 Stimmen abgeschmettert. Man hatte sich auf ein kurz zuvor eingeholtes Gutachten des königlichen Forstamtes Aschaffenburg besonnen, das den Waldwert höchstens auf 72000 Gulden bezifferte. Und obwohl die Regierung mit einem günstigen Kreditangebot alle Unebenheiten auf dem Weg zur Zehnt-Hohewart ebnen wollte, blieb es dabei. Bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeindekollegium am 05. Oktober stimmten auch die Magistratsherren mit 6:3 gegen den Kauf. Am 16. Oktober 1857 wurden Ludwig und Friedrich Rexroth die neuen Besitzer der Zehnt-Hohewart.
Doch wenn sie auch Eisen kundig zu formen wußten, vom Wald dürften sie nicht viel verstanden haben. Die Gebrüder Rexroth haben in Ihrem Wald ganz schön gewütet und große Kahlhiebe ausgeführt. Was die Stadtväter dem Rexroth-Emissär sagten, der am 26.08.1865 im Auftrag der Gebrüder den Wald zum Kauf anbot, ist nicht verbürgt. Es dürften wenig freundliche Worte gewesen sein. Sicher ist nur, daß die Rexroths ihren Waldbesitz im Jahr 1866 an den Darmstädter Buch- und Kunsthändler Georg Gustav Lange veräußerten. Der nämlich wollte Fabrikant werden und – ausgerechnet – mitten im neugekauften Wald Zündhölzer produzieren. Die Fabrik entstand in der Waldabteilung „Fron am Hasenrain“. Eines Tages jedoch türmten Langes Arbeiter. Immer schon hatten die Männer Angst vor Explosionen und giftigen Dämpfen beschlichen. Und jetzt hatte es tatsächlich geknallt und danach gebrannt. Angeblich war einem Arbeiter glühende Pfeifenasche in Holzspäne gefallen. Georg Gustav Lange machte seine Firma dicht.
Im Waldgebiet, das der Volksmund heute noch „Fabrik“ nennt, konnten Restfundamente des Baus lange Zeit besichtigt werden – bis die Leidersbacher den Rotsandstein abschleppten und in ihr Gemeindehaus einmauerten. Aber auch dieses Haus steht nicht mehr. Die Fabrik droben im Walde ist dem Erdboden gleich gemacht.
 
Der gescheiterte Unternehmer aber wollte seinen Wald am 14. Juni 1870 wieder verscherbeln. An die Stadt natürlich und für 75000 Gulden. Die Stadtväter reagierten kühl. Beim derzeitigen Waldbestand sei der Preis von 75000 Gulden viel zu hoch, da nur wenig mehr als der Bodenwert übriggeblieben sei. Hinter der kühlen Maske verbarg sich heißes Verlangen. Natürlich war die Stadt nach wie vor an der Zehnt-Hohewart interessiert. Ein jedoch erst vier Jahre später angefertigtes Gutachten des Königlichen Forstamtes bezifferte den Wert zwar nur noch auf 60000 Gulden, empfahl den Kauf zugleich aber als dringend im eigenen Interesse der Stadt. Denn: Langes Erben wollten den Wald roden und das Feld landwirtschaftlich nutzen.
Eine Katastrophe für den angrenzenden Stadtwald: Für ewige Zeiten wäre die gesamte Hohewart-Höhe einseitig kahlgefegt gewesen. Regen, Schnee und Sturm hätten ungehindert in den Stadtwald blasen können. Vermagerung des Bodens und Rückgang des Baumnachwuchses wären die Folgen gewesen. Die Stadt entschloß sich zum Kauf. Und wie, schön: Der Kaufpreis konnte noch auf 50000 Gulden gedrückt werden. Am 6. April 1875 wurde die Stadt Aschaffenburg neue offizielle Besitzerin der Zehnt-Hohewart und hatte damit ihren Waldbesitz in diesem Bereich verdoppelt. Die Hohewart hat sich seither zu einem Ausflugsziel entwickelt. Das ging 1880 los – Gründungsjahr der Aschaffenburger ” Spessartfreunde “. Schon die achte von zehn Wanderungen in diesem Jahr führte die Spessartfreunde gemeinsam mit befreundeten Vereinen aus Hanau und Frankfurt am 29. August 1880 auf die Hohewart.
Das Hohewart Haus war noch bis Anfang dieses Jahrhunderts nichts weiter als die Jagdhütte, zu der Antonius Sartor den Grundstein gelegt hatte. Erst 1909 wurde die Jagdhütte für 2900 Mark ausgebaut, und die Stadt versteigerte hier noch bis nach dem zweiten Weltkrieg Brennholz an die Leute aus den Dörfern ringsum.
Seitdem hat sich das Haus im Wald äußerlich nicht mehr verändert. Dafür aber drinnen. Der Pächter modernisierte in jüngster Zeit vor allem die Küche. 1910 hatte die Stadt bereits für 5000 Mark eine Wasserleitung gelegt. Sie bginnt 300 Meter weiter bergab an einer Quelle im „Saugrund“ und überwindet auf ihrem Weg bis zum Wasserhahn auf der Hohewart 95 Höhenmeter. Anfang der 60er Jahre kam eine neue Leitung aus Kunststoff unter die Erde. Das Wasser fließt ohne motorisiertes Zutun bergauf: Zwar arbeitet an der Quelle eine Pumpe, doch sie wird angetrieben durch herabstürzendes Quellwasser, von dem bis zu zehn Liter pro Minute aus der Erde sprudeln. Auf der Hohen Warte sammelt sich das Wasser in einem Hochbehälter, der fünf bis sechs Kubikmeter faßt. Die Friedenslinde, die mitten im Wirtschaftsgarten steht, wurde 1894 gepflanzt und die Weisung dazu erteilte der damalige Oberforstmeister Schultz. Der Grund: ein Krach im Stadtmagistrat mit anschließender Versöhnung. Weshalb sich die Herren damals – im Jahr 1892 – so sehr erhitzten, ist unbekannt. Fest steht nur, daß es um eine Stallung ging, die in die Nähe des Wirtschaftsgebäudes kommen sollte. Vielleicht wollten die einen lieber einen Steinbau statt einer Holzbude. Jedenfalls kaufte der Magistrat Anfang 1894 in der Stadt einen Bretterbau, ließ ihn in seine Einzelteile zerlegen und auf der Hohen Warte wieder zusammenstellen.
Als der Krach beseitigt war, pflanzte Oberforstmeister Schultz ob des errungenen Friedens vor dem Hohewart-Häuschen die Friedenslinde. Drei Meter tief steckte er die Triebe in die Erde, und unter das Wurzelwerk legte er eine Weinflasche mit einer Urkunde, die über die vorangegangenen Ereignisse berichtet. Die Hohe Wart war ohnehin nicht geeignet als Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen. Schon damals rückte sie immer mehr ins Blickfeld von Naturfreunden, Wanderern und Waldliebhaber.
Die Wandervereine, die seit 1876 entstanden waren, wollten ein Netz markierter Wanderwege über den Spessart legen. 1892 war es dann so weit: das erste Wanderweg-Netz lag vor. Striche und Ringe in allen Farben (heute sind sämtliche Wege einheitlich rot gekennzeichnet) weisen den Weg. Jeder der fünf Hauptrouten durchquerte den Spessart, von denen insgesamt 13 Abzweigungen zu beliebten Ausflugszielen führte – eine davon ist die Hohe Wart. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Hohe Wart geblieben, die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Stadt hat der Wald indessen schon längst verloren.

Sender Pfaffenberg

Quelle Wikipedia

Der Sender Pfaffenberg ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks für UKW und digitales Fernsehen (DVB-T) auf dem Pfaffenberg (Gemarkung Oberbessenbach). 1953 wurde als Antennenträger ein 50 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm gebaut, der 1968 durch einen 181 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast ersetzt wurde.

Zur Einführung von DVB-T am Standort Pfaffenberg hat der Bayerische Rundfunk einen neuen, 176,05 Meter hohen Turm errichtet. Im Zuge der Vorbereitung wurde der Stahlfachwerkturm von 1953 demontiert. Die neue Anlage besteht aus einem etwa 110 Meter hohen Betonfuß, einem darauf aufsetzenden etwa 47 Meter hohen Stahlrohr und einem rund 17 Meter hohen GFK-Zylinder zur Aufnahme der DVB-T-Antennen an der Spitze.[1] Ebenso werden die Hörfunkprogramme dann auch von diesem Turm abgestrahlt. Einen ähnlichen Antennenträger, wie der hier errichtete, baute der BR bereits 1998 am Standort Hohe Linie bei Regensburg. Der Stahlrohrmast wurde am 16. April 2010 gesprengt.

Wanderführer Wolfgang Lippert

Der Eselsweg

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Der Eselsweg ist eine historische Handelsstraße und ein Fernwanderweg durch den Spessart in Hessen und Bayern. Er ist 111 km lang und führt von Schlüchtern nach Großheubach in der Nähe von Miltenberg.

Der Weg ist eine der sogenannten Altstraßen und wahrscheinlich schon seit 2.000 Jahren in Benutzung. Seinen Namen hat er von den Eselskarawanen im Mittelalter, die Salz von Bad Orb nach Miltenberg zur Einschiffung brachten.

Heute ist der Eselsweg ein beliebter Wanderweg, der fast ohne Ortsberührung als Höhenweg auf der Eselshöhe durch die Spessartwälder führt. Der Spessartbund hat den Weg mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund gekennzeichnet und hält ihn instand.

Oberhalb von Wiesen am Greifenberg kreuzt er am Dr.-Karl Kihn-Platz eine zweite historische Handelsstraße des Spessarts, die Birkenhainer Straße. Dort endet seit 2011 auch der Degen-Weg.

Markante Wegpunkte sind: Bellinger Warte – Erlebnispark Steinau – Wiesbüttsee – Dr. Karl-Kihn-Platz – Kreuzkapelle – Engländer – Pollaschdenkmal – Echterspfahl – Schloss Luitpoldshöhe – Hunnenstein – Kloster Engelberg

Rothenbuch

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Rothenbuch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

Geografische Lage
Rothenbuch liegt in der Region Bayerischer Untermain, im Herzen von Deutschlands größtem Laubwaldgebiet, dem Spessart. Zur Gemeinde Rothenbuch zählen auch die etwa 8 bzw. 9 km entfernten Weiler Lichtenau und Erlenfurt im Hafenlohrtal, die die Postleitzahl der Gemeinde Hafenlohr (Kreis Main-Spessart) tragen, sich jedoch noch im Landkreis Aschaffenburg befinden. Rothenbuch weist eine verkehrsgünstige Lage zwischen den Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropole Frankfurt am Main und der Region Würzburg auf. Die nächstgelegene Stadt ist Lohr am Main im Osten. Den Flughafen Frankfurt erreicht man in ca. 40 Minuten, nächstgelegener ICE-Bahnhof ist Aschaffenburg (20 Minuten). Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 470 m ü. NN (Lage) südöstlich des Ortes, an einem Nebengipfel des Königsberges, der niedrigste liegt in der Nähe von Erlenfurt an der Hafenlohr auf 231 m ü. NN (Lage).