28.04.2019 – Von Euerdorf zum Wittelsbacher Turm

28.04.2019 – Von Euerdorf zum Wittelsbacher Turm

Wir trafen uns um 8:45 am Bahnhof in Kleinostheim und fuhren mit dem Zug und einer kurzen Umsteigepause in Gemünden nach Euerdorf zum Startpunkt unserer Wanderung. Wir überquerten die Bahngleise und erreichten bei mäßiger Steigung in einigen Serpentinen den Waldrand. Von hier hatten wir einen sehr schönen Blick auf Euerdorf und die weitere Umgebung.

Auf breiten, teilweise sonnendurchfluteten Waldwegen ging es stetig bergauf in Richtung Scheinberg mit dem Wittelsbacher Turm. Die Strecke zog sich dann doch länger dahin und es stellten sich erste Hungergefühle ein. Gegen 12:30 dann doch  – LAND In SICHT! – durch die Bäume schimmerten Gebäude. Wir traten aus dem Wald und standen auf einer Lichtung mit einem monumentalen Steinturm. Unser Ziel – der Wittelsbacher Turm – war erreicht. 

Der auf den 420 m hohen Scheinberg erbaute Turm ist bis zur Krone des auf der Turmspitze angebrachten Löwen 33 m hoch. Er überragt das Saaletal um über 240 m und der Besucher hat auf der Aussichtsplattform einen herrlichen Rundblick. Neben dem Turm befindet sich eine riesige Ausflugsgaststätte mit eigener Brauerei „Wittelsbacher Turm- Bräu“, die wir hier in dieser Größe eigentlich nicht erwartet haben.

Kurz nach dem Eingang der Gaststätte steht man plötzlich vor einer Kuchentheke, bei deren Anblick mir sofort das Spessartbundlied in den Kopf schoss “Wenn sel’ge Kuchenfreuden uns erblühen, dann schwindet Alltags Mühe, Last und Hast.”. Wir verzehrten unsere vorbestellten Gerichte mit einem Glas “Turm-Bräu” und es blieb noch genügend Zeit für eine Turmbesteigung und das obligatorische Gruppenfoto. Gegen 15 Uhr machten wir uns auf den deutlich leichteren Rückweg – es ging überwiegend bergab. Pünktlich erreichten wir den Bahnhof in Euerdorf. Nach einer Runde Schogetten – danke Maria – brachte uns der Zug zurück nach Kleinostheim.

Herzlichen Dank an die Organisatoren, die Wanderführer und natürlich auch an alle anderen, die zum guten Gelingen dieser schönen Wanderung beigetragen haben.

Daten und Fakten

Termin:
Sonntag, 28. April 2019
Zeit
08:45 bis 19:00 Uhr

Typ:
Ganztagswanderung, Bahnfahrt

Treffpunkt Ort / Zeit:
Am Bahnhof in Kleinostheim
8:45 Uhr

Organisation / Wanderführung:
Hans Schlemmbach
06021/73932

Wanderzeit:
ca. 3,5 Stunden
Strecke
10 km

Schwierigkeit
Mittelschwer

Auf- / Abstieg Höhenmeter:
230 auf / 230 ab

Niedrigster / höchster Punkt:
214 m / 399 m

Informationen zum Wandergebiet (Quelle Wikipedia)

Euerdorf ist ein Markt im unterfränkischen Landkreis Bad Kissingen und der Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Euerdorf. Euerdorf liegt in der Region Main-Rhön im Tal der Fränkischen Saale etwa acht Kilometer flussab von Bad Kissingen. In Euerdorf mündet der aus einem südlichen Seitental der Saale kommende Sulzbach (auch Euerdorfer Bach) in die Fränkische Saale. Der historische Teil des Marktes liegt südlich der Saale innerhalb einer zum Teil noch erhaltenen Stadtmauer, während sich die neueren Wohngebiete nördlich der Saale auf einem von ihr umflossenen Hang („Breet“) erstrecken. Das nach Euerdorf eingemeindete Wirmsthal liegt drei Kilometer östlich, in einem Nebental des Sulzbachtales.

Eine erste Spur vom Bestehen einer Siedlung in Euerdorf ergibt sich aus einer Urkunde aus dem Jahr 716. Damals schenkte der thüringisch-fränkische Herzog Hetan II. dem Friesenmisionar Willibrord allen seinen Besitz, der ihm im Saalegau in der Nähe des „hamulo Castellum“ gehörte. Der hl. Willibrord übergab diese Liegenschaften in den Bestand des von ihm gegründeten Kloster Echternach. Das Kloster Echternach aber tauschte im Jahre 907 seine Besitzungen im Saaletal mit dem Kloster Fulda. Die Urkunde von 716 in Verbindung mit dieser aus dem Jahre 907 ergibt mit dem Inhalt und der Deutung wesentliche Erkenntnisse zur Geschichte Euerdorfs.[6]

Seit 1430 besitzt Euerdorf Marktrecht. 1494 wurde die Willibrords-Kapelle auf dem Friedhof der Gemeinde urkundlich erwähnt. Zur Zeit des Würzburger Fürstbischofs Julius Echter von Mespelbrunn (1573–1617) wurde der Marktflecken von einer Ringmauer mit drei Toren umgeben, wovon heute noch Teile der Mauer mit einem Wehrturm und dem oberen Torhaus erhalten sind. Die heutige Ringstraße folgt dem Verlauf dieser Mauer. An ihrer Stelle war früher ein Graben. In der Säkularisation 1803 fiel das ehemalige Amt des Hochstiftes Würzburg, das zum Fränkischen Reichskreis gehörte, an Bayern, das es aber 1805 dem Erzherzog Ferdinand von Toskana im Tausch gegen Tirol zur Bildung des Großherzogtums Würzburg überließ. 1814 kam es mit diesem endgültig zu Bayern und wurde zum Untermainkreis (heute Unterfranken).

In der Zeit von 1802 bis 1804 wurden in Euerdorf ein Landgericht und das Rentamt geschaffen, beiden gehörten 24 Orte an. Das Landgericht hieß ab 1880 Amtsgericht und wurde 1925 aufgehoben und dem Gerichtsbezirk des Amtsgerichtes Hammelburg zugeschlagen. Die katholische Pfarrkirche St. Johann Baptist (St. Johannes der Täufer) stammt von 1602. Nach einem Brand am 15. September 1872 wurde sie im spätgotischen Stil wieder aufgebaut und in den Jahren 1974 bis 1977 erweitert. Heute gehört Euerdorf mit Aura, Ramsthal, Sulzthal und Wirmsthal zur Pfarreiengemeinschaft Saalethal. 1924 erhielt Euerdorf Eisenbahnanschluss durch die Lückenschließung der Fränkischen Saaletalbahn zwischen Hammelburg und Bad Kissingen.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beschränkte sich die Bautätigkeit in Euerdorf bis 1964 auf die südliche Saaleseite. Danach erfolgte die Bebauung besonders der nördlichen Seite in einer aufgelockerten Bauweise im Gegensatz zur kleinteilig geschlossenen im historischen Teil. Anfang Juni 2011 wurde das Geotop Saurierfährten Euerdorf am Saalrangen in Euerdorf vom Bayerischen Landesamt für Umwelt offiziell (Nr. 98) in die 100 schönsten Geotope Bayerns aufgenommen. Es handelt sich dabei um Fußspuren von Archosauriern und Vorläufern von Dinosauriern, die im Jahr 2007 bei Aufräumarbeiten nach dem Orkan Kyrill gefunden wurden.

Bildergalerie

Skizze der Wanderstrecke und Höhenprofil

Man lebt ruhiger, wenn man nicht alles sagt, was man weiß, nicht alles glaubt, was man hört und über den Rest einfach nur lächelt.