25.08. – 01.09.2019 Wanderreise in die Grafschaft Cornwall

Bilder von der Cornwall-Wanderreise. Vielen Dank an Adi und Jörg! 🙂

25.08.2019 - Anreise - Kreidefelsen - Chagall Fenster

26.08.2019 - St. Ives - Stonehenge

27.08.2019 - St. Ives

28.08.2019 -

29.08.2019 - Auf dem Weg von Boscastle nach Tintagel zu König Arthus - Stadt Truro

30.08.2019 - Die Gärten und das Herrenhaus der von Lanhydrock - Grafschaft Devon - Dartmoor

31.08.2019 - Dartmoor - Herrenhaus

1.09.2019 - Rückreise und vielen Dank

Unsere volle Bewunderung hat unser Busfahrer Torben, der jedes Hindernis genommen hat und in den engsten Straßen jeden Gegenverkehr “mit links” gemeistert hat!
Ein besonderes Dankeschön an unseren vorausschauenden Wanderführer Uwe und die nette Bordstewardess Andrea! Ihr drei seid ein Dream-Team! Auf ein nächstes Mal!

Das ursprüngliche Reiseprogramm und Bilder der Vorankündigung

Cornwall – Erlebniswandern im Paradies der Träume Mystische Moore, idyllische Fischerdörfer und verwunschene Burgen – Termin: 25.08. – 01.09.2019

1. Tag: Anreise – Chapel Tudeley Fahrt über die Autobahn Dortmund – Antwerpen zum Fährhafen Calais/Dünkirchen. Die Fährpassage dauert rund 70 Minuten. Schon von weitem, hat man einen eindrucksvollen Blick auf die weißen Klippen von Dover. Auf dem heutigen Programm steht noch ein Höhepunkt! Wir besuchen die kleine Dorfkirche von Tudeley mit sehenswerten Glasmalereien. Die „All Saints Chapel“ ist weltweit, eines der beiden Gotteshäuser, für die der Maler Marc Chagall alle Fenster entworfen hat. Ein sehr bewegender Anblick. Abendessen und Übernachtung bei Tunbridge/Maidstone.
2. Tag: Quer durch das Land Genießen Sie ein typisches warmes englisches Frühstück mit Eiern, Bohnen, Speck und gebratenen Tomaten. Die heutige Tagesetappe für uns quer durch das Land nach Westen. Werfen Sie aus dem Bus heraus einen Blick auf die weltberühmten Steine von Stonehenge. Majestätisch thronen diese auf einem kleinen Hügel, unweit der Straße. Links und rechts wird das Land landwirtschaftlich genutzt. Typisch für das Landschaftsbild sind die hecken und Mauern, die die Weisen und Felder einrahmen. Eine Besonderheit auf der Insel! Am Abend erreichen wir die Stadt Newquay und beziehen hier für die kommenden 4 Nächte unser Standorthotel. Genießen Sie noch einen Bummel entlang der Klippen oder gehen Sie die zahlreichen Stufen hinter an den Strand. Abendessen und Übernachtung in Newquay.
3. Tag: St. Ives und Wanderung (9 Km, 142m, 149m Anspruch: mittel) St. Ives, die Perle der cornischen Riviera steht heute Morgen auf unserem Programm. Die Gassen von St. Ives gleichen einer Bilderbuchwelt. Kopfsteinpflaster und liebevoll restaurierte Cottages prägen die Altstadt, die ehemalige Wohnviertel der Fischer. Seitdem der Maler William Turner St. Ives in seinen Bildern verewigt hatte, kamen unzählige Künstler. Haben Sie schon eine Portion Fish and Chips probiert? Entlang der malerischen Küsten fahren wir nach Land’s End. Der westlichste Punkt Englands! Von hier aus sind es noch 5246km nach New York. Nun heißt es Schuhe schnüren und los geht’s: Entlang des Cost Path, den Küstenwanderweg, geht es an den schroffen Klippen entlang. Immer wieder geht es über Stufen und Treppen hinunter an das Meer. Genießen Sie die frische Seeluft und die herrlichen Ausblicke. Über kleine Pfade, weite Wiesen und Trampelpfade geht es weiter. Unser Ziel ist das spektakuläre Freilichttheater-Minack. Es würde in die steilen Felsen geschlagen und thront mächtig über der tosenden See. Ein einzigartiger Anblick. Im Anschluss erfolgt die Rückfahrt zum Hotel.
4. Tag: Wandertag Mullion Cove – Lizzard Point (12 Km, 200m, 218m Anspruch: mittel) Heute fahren wir zum lieblichen Fischerdörfchen Mullion Cove. Die karge Ebene, mit den steilen Klippen bildet die Kulisse für die heutige Wanderung. Über den Küstenpfad führt uns heutige Weg oberhalb der Klippen entlang. Die alten trutzigen Aussichtstürme begegnen uns. Am „Rill Point“ genießen wie den atemberaubenden Blick auf die Klippen. Laut schlagen die Wellen gegen die Steine. Der nächste Höhepunkt der Wanderung ist die „Kynance Crove“. Sie zählt zu den schönsten Buchten von Cornwall. Eine kleine Lagune mit türkisfarbenem Wasser, weißer feiner Sand, sanfte Steine und die zarten lila Blüten der Küstenflora. Es wirkt wie eine gemalte Schönheit. Schließlich erreichen wir den Lizard Point und beenden unsere Wanderung. Ein kleines Café lädt zum Verweilen ein – probieren Sie einen typischen „cornish cream tea“. Rückfahrt zum Hotel.
5. Tag: Wanderung Boscastle – Tintagel (10 Km, 251m, 242m Anspruch: mittel) Unsere Wanderung starten wir in Boscastle. Den kleinen Küstenort verlassen wir und der Weg bringt uns in die unberührte Natur des Landes! Über den Küstenpfad erreichen kommen wir an die steilen Felswände. Die Ausblicke sind traumhaft – steil stürzen die Felsen in das Meer, tosende Wellen, schreiende Möwen und er Duft der zaghaften Blüten runden das Bild ab. Hoch oben, thront die Burgruine von Tintagel. Die Legende von König Arthus, dem Zauberer Merlin und des Schwertes Excalibur sind allgegenwärtig. Auch Sie werden in den Bann gezogen Rückfahrt in unser Hotel.
6. Tag: Dartmoor – Rundwanderung (9 km Anspruch: leicht) Heute steht das verträumte und romantische Cornwall auf dem Programm. Wir besuchen das Lanhydrock House and Garden. Vor dem Haus gibt es viktorianische Gärten, die zu den verschiedenen Jahreszeiten mit unterschiedlichen Blüten und Düften stets überraschen. Nach dem Besuch führt uns unsere Reise weiter zu dem sagenumwobene und geheimnisvolle „Dartmoor“. In diesem eindrucksvollen Nationalpark gibt es große Moore, dicke Torfschichten und sumpfige Wiesen. Unsere Rundwanderung führt durch eine Landschaft, wo einst Aberglaube, Hexengeschichten und Moorgespenster reichlich Nahrung fanden. Abendessen und Übernachtung bei Exeter.
7. Tag: Fährpassage Calais/Frankreich Wir setzen die Reise fort und fahren zurück nach Osten. Am späten Nachmittag erreichen wir den Fährhafen von Dover. Einschiffen und Passage zurück nach Calais/Frankreich. Zimmerverteilung, Abendessen bei Calais.
8. Tag: Heimreise Mit vielen schönen Erinnerungen und unvergesslichen Eindrücken treten wir heute die Rückreise an. Am Abend erreichen Sie die Heimatorte.

Verantwortlich: Spessartbund Geschäftsstelle: Vorstand Fortbildung Uwe Brüggmann

Anmeldung beim Reiseveranstalter:
———————————
FAVARO’S Touristik
Im Weihersgrund 12, 63584 Gründau-Breitenborn
Telefon: 06058 / 1096
E-Mail: favaros-touristik@t-online.de

CORNWALL - Alle Bilder

1 Gedanke zu “25.08. – 01.09.2019 Wanderreise in die Grafschaft Cornwall”

  1. Hallo Detlef. Du bist ja schneller als der Schall :-). Danke dass du alle unsere Bilder soo schnell veröffentlicht hast. Wir sind begeistert !!! Euch beiden einen erholsamen Sonntag !!!!! Grüße von der Ortsgruppe Kleinostheim

Schreibe einen Kommentar

Vom kleinbäuerlichen Betrieb zum Erlebnisbauernhof

Seit 1904 ist der Betrieb in unserem Besitz – wir das ist die Familie Fäth.

  • In den Anfangsjahren lag die Konzentration auf der Kuhhaltung zur Milchgewinnung
  • 1964 kam die Schweinezucht hinzu
  • 1984 stellten wir auf Mutterkuh-Haltung um
  • 1994 beginnen wir mit der Direktvermarktung unserer Fleischerzeugnisse und beginnen die Teil-Aussiedlung der Anlage zu planen
  • 1995 können die Stallungen im Herrnbildweg mit 30 Mutterkühen in Betrieb genommen werden
  • 2004 stellten wir auf ökologisch-biologische Bewirtschaftung um
  • 2006 erhielten wir die Bio-Zertifizierung
  • 2009 konnten wir endlich nach 5-jähriger Planung den Neubau errichten, in dem nun unsere Vesperstube zu finden ist. Auch ein Bio-Fleischlädchen ist im Entstehen und wir können hoffentlich im Frühjahr 2011 unsere hauseigenen Fleisch- und Wurstprodukte dort anbieten.
    Bis dahin können Sie diese in der Vesperstube genießen und sich von der Qualität unserer Produkte überzeugen.

Ein paar Kühe, Bio-Fleisch, hausgemachte Wurst und eine Vesperstube machen aus einem bäuerlichen Betrieb noch keinen Erlebnisbauernhof.

Dafür haben wir uns noch einige Besonderheiten einfallen lassen und die Ideen gehen uns hoffentlich nicht so schnell aus, damit es für uns und für unsere Gäste spannend bleibt.

Merinoschafe, Heidschnucken, Burenziegen, Steichelzoo, Hausschweine, Hütehunde und unsere Limousin-Herdbuchzucht finden sich im Tierbestand. Historische und neuzeitliches Arbeitsgerät, Stroh-Hüpfburg und Strohtraktor, Hofführungen, Lehrreiches für Groß und Klein zum Zuhören, Anschauen und Anfassen.

Stöbern Sie durch unsere Seiten und finden Sie die passende Idee für Ihren nächsten Ausflug, um Landwirtschaft mal anders zu erleben und/oder groß und klein einige schöne und kurzweilige Stunden zu bieten.

Viel Spaß dabei und wir freuen uns bald Sie auch persönlich auf dem Limousinhof zu begrüßen

Familie Fäth

Die Geschichte der Hohe-Wart

Antonius Sartor, Jägersmann zu Volkersbrunn, errichtete im Jahr 1733 – mitten im Wald – eine Jagdhütte, um die vorbei fahrenden Kutschen zu bewirtschaften. Der Weg an der Hohen Warte war damals der direkte Weg zwischen Schloß Mespelbrunn und dem Aschaffenburger Schloß. Seinen Namen finden wir in Stein gemeißelt auf dem Sockel des Häusleins, die Inschrift lautet „Antonius Sartor, Förster zu Volkersbrunn 1733“.
Das Häuslein ist längst keine Hütte mehr und schon lange von privatem in öffentlichen Besitz übergegangen. Das Hohe-Wart-Haus, wie auch der inzwischen 480 Hektar große Hohe-Wart Wald ringsum, gehört der Stadt Aschaffenburg. Doch kein Jäger ruht sich hier mehr von den Strapazen des Waidwerks aus, und zwischen den alten Mauern wird auch kein Brennholz mehr versteigert, wie noch bis kurz nach dem zweiten Weltkrieg. Heute ist die Hohe Warte ein beliebtes Ziel für Wanderer und Ausflügler und Geheimtip für alle, die mitten im Wald mal Deftiges essen wollen.
 
Das Hohe-Wart-Haus gehört heute der Stadt Aschaffenburg, weil Ihre Bürger von 1605 bis 1644 dem Kurfürst Johann Schweickard von Kronberg so schön beim Bau seines Schlosses Johannisburg geholfen hatten. Das hat den hohen Herrn so beeindruckt, daß er sich in einer schwachen Stunde von beinahe 500 Hektar Wald trennte.
33 Spessartgemeinden schenkte er zum Dank für geleistete Hilfe beim Schlossbau 206 Hektar Wald (die Zehnt-Hohewart), die Stadt Aschaffenburg bekam gleich nebenan 261 Hektar (die Stadt Hohewart).
Doch die 33 Gemeinden konnten Ihren Wald nicht nutzen, weil die Anfahrtswege zu weit waren. So schrumpften die Erträge von Jahr zu Jahr, bis das kurfürstliche Geschenk 1857 unter den Hammer kam.
Natürlich wollte die Stadt Aschaffenburg bei der Versteigerung am 30. Juli 1857 vor dem Landgericht Obernburg von Anfang an mitbieten – um jeden Preis, wenns nötig war. Das hatte der Stadtmagistrat so beschlossen, und dafür hatten Bürgermeister von Herrlein, der Rechtkundige Rat Saam, sowie die Herren Magistratsräte Hirsch, Kittel, Krebs, Protz, Reuss, Anton Weber, Fr. M. Weber und der Polizei-Offiziant Müller. Doch als es dann soweit war, lagen Bürgermeister von Herrlein und Magistrat Kittel mit Ihrem Angebot von 78600 Gulden um 200 Gulden unter dem Angebot der Gebrüder Rexroth vom Hobbacher Eisenhammer.
 
Denoch erteilte das Gericht dem Meistbietenden noch nicht dem Zuschlag. Die Aschaffenburger Herren baten um 14 Tage Aufschub und siehe, ihr Wille geschah. Dann allerdings stellten sie fest, daß sie die Rechnung ohne das Gemeindekollegium gemacht hatten. Denn als Magistrat und Gemeindevertreter einen Tag später berieten, wurde der Waldkauf mit 8:1 Stimmen abgeschmettert. Man hatte sich auf ein kurz zuvor eingeholtes Gutachten des königlichen Forstamtes Aschaffenburg besonnen, das den Waldwert höchstens auf 72000 Gulden bezifferte. Und obwohl die Regierung mit einem günstigen Kreditangebot alle Unebenheiten auf dem Weg zur Zehnt-Hohewart ebnen wollte, blieb es dabei. Bei einer gemeinsamen Sitzung mit dem Gemeindekollegium am 05. Oktober stimmten auch die Magistratsherren mit 6:3 gegen den Kauf. Am 16. Oktober 1857 wurden Ludwig und Friedrich Rexroth die neuen Besitzer der Zehnt-Hohewart.
Doch wenn sie auch Eisen kundig zu formen wußten, vom Wald dürften sie nicht viel verstanden haben. Die Gebrüder Rexroth haben in Ihrem Wald ganz schön gewütet und große Kahlhiebe ausgeführt. Was die Stadtväter dem Rexroth-Emissär sagten, der am 26.08.1865 im Auftrag der Gebrüder den Wald zum Kauf anbot, ist nicht verbürgt. Es dürften wenig freundliche Worte gewesen sein. Sicher ist nur, daß die Rexroths ihren Waldbesitz im Jahr 1866 an den Darmstädter Buch- und Kunsthändler Georg Gustav Lange veräußerten. Der nämlich wollte Fabrikant werden und – ausgerechnet – mitten im neugekauften Wald Zündhölzer produzieren. Die Fabrik entstand in der Waldabteilung „Fron am Hasenrain“. Eines Tages jedoch türmten Langes Arbeiter. Immer schon hatten die Männer Angst vor Explosionen und giftigen Dämpfen beschlichen. Und jetzt hatte es tatsächlich geknallt und danach gebrannt. Angeblich war einem Arbeiter glühende Pfeifenasche in Holzspäne gefallen. Georg Gustav Lange machte seine Firma dicht.
Im Waldgebiet, das der Volksmund heute noch „Fabrik“ nennt, konnten Restfundamente des Baus lange Zeit besichtigt werden – bis die Leidersbacher den Rotsandstein abschleppten und in ihr Gemeindehaus einmauerten. Aber auch dieses Haus steht nicht mehr. Die Fabrik droben im Walde ist dem Erdboden gleich gemacht.
 
Der gescheiterte Unternehmer aber wollte seinen Wald am 14. Juni 1870 wieder verscherbeln. An die Stadt natürlich und für 75000 Gulden. Die Stadtväter reagierten kühl. Beim derzeitigen Waldbestand sei der Preis von 75000 Gulden viel zu hoch, da nur wenig mehr als der Bodenwert übriggeblieben sei. Hinter der kühlen Maske verbarg sich heißes Verlangen. Natürlich war die Stadt nach wie vor an der Zehnt-Hohewart interessiert. Ein jedoch erst vier Jahre später angefertigtes Gutachten des Königlichen Forstamtes bezifferte den Wert zwar nur noch auf 60000 Gulden, empfahl den Kauf zugleich aber als dringend im eigenen Interesse der Stadt. Denn: Langes Erben wollten den Wald roden und das Feld landwirtschaftlich nutzen.
Eine Katastrophe für den angrenzenden Stadtwald: Für ewige Zeiten wäre die gesamte Hohewart-Höhe einseitig kahlgefegt gewesen. Regen, Schnee und Sturm hätten ungehindert in den Stadtwald blasen können. Vermagerung des Bodens und Rückgang des Baumnachwuchses wären die Folgen gewesen. Die Stadt entschloß sich zum Kauf. Und wie, schön: Der Kaufpreis konnte noch auf 50000 Gulden gedrückt werden. Am 6. April 1875 wurde die Stadt Aschaffenburg neue offizielle Besitzerin der Zehnt-Hohewart und hatte damit ihren Waldbesitz in diesem Bereich verdoppelt. Die Hohewart hat sich seither zu einem Ausflugsziel entwickelt. Das ging 1880 los – Gründungsjahr der Aschaffenburger ” Spessartfreunde “. Schon die achte von zehn Wanderungen in diesem Jahr führte die Spessartfreunde gemeinsam mit befreundeten Vereinen aus Hanau und Frankfurt am 29. August 1880 auf die Hohewart.
Das Hohewart Haus war noch bis Anfang dieses Jahrhunderts nichts weiter als die Jagdhütte, zu der Antonius Sartor den Grundstein gelegt hatte. Erst 1909 wurde die Jagdhütte für 2900 Mark ausgebaut, und die Stadt versteigerte hier noch bis nach dem zweiten Weltkrieg Brennholz an die Leute aus den Dörfern ringsum.
Seitdem hat sich das Haus im Wald äußerlich nicht mehr verändert. Dafür aber drinnen. Der Pächter modernisierte in jüngster Zeit vor allem die Küche. 1910 hatte die Stadt bereits für 5000 Mark eine Wasserleitung gelegt. Sie bginnt 300 Meter weiter bergab an einer Quelle im „Saugrund“ und überwindet auf ihrem Weg bis zum Wasserhahn auf der Hohewart 95 Höhenmeter. Anfang der 60er Jahre kam eine neue Leitung aus Kunststoff unter die Erde. Das Wasser fließt ohne motorisiertes Zutun bergauf: Zwar arbeitet an der Quelle eine Pumpe, doch sie wird angetrieben durch herabstürzendes Quellwasser, von dem bis zu zehn Liter pro Minute aus der Erde sprudeln. Auf der Hohen Warte sammelt sich das Wasser in einem Hochbehälter, der fünf bis sechs Kubikmeter faßt. Die Friedenslinde, die mitten im Wirtschaftsgarten steht, wurde 1894 gepflanzt und die Weisung dazu erteilte der damalige Oberforstmeister Schultz. Der Grund: ein Krach im Stadtmagistrat mit anschließender Versöhnung. Weshalb sich die Herren damals – im Jahr 1892 – so sehr erhitzten, ist unbekannt. Fest steht nur, daß es um eine Stallung ging, die in die Nähe des Wirtschaftsgebäudes kommen sollte. Vielleicht wollten die einen lieber einen Steinbau statt einer Holzbude. Jedenfalls kaufte der Magistrat Anfang 1894 in der Stadt einen Bretterbau, ließ ihn in seine Einzelteile zerlegen und auf der Hohen Warte wieder zusammenstellen.
Als der Krach beseitigt war, pflanzte Oberforstmeister Schultz ob des errungenen Friedens vor dem Hohewart-Häuschen die Friedenslinde. Drei Meter tief steckte er die Triebe in die Erde, und unter das Wurzelwerk legte er eine Weinflasche mit einer Urkunde, die über die vorangegangenen Ereignisse berichtet. Die Hohe Wart war ohnehin nicht geeignet als Mittelpunkt heftiger Auseinandersetzungen. Schon damals rückte sie immer mehr ins Blickfeld von Naturfreunden, Wanderern und Waldliebhaber.
Die Wandervereine, die seit 1876 entstanden waren, wollten ein Netz markierter Wanderwege über den Spessart legen. 1892 war es dann so weit: das erste Wanderweg-Netz lag vor. Striche und Ringe in allen Farben (heute sind sämtliche Wege einheitlich rot gekennzeichnet) weisen den Weg. Jeder der fünf Hauptrouten durchquerte den Spessart, von denen insgesamt 13 Abzweigungen zu beliebten Ausflugszielen führte – eine davon ist die Hohe Wart. Ein beliebtes Ausflugsziel ist die Hohe Wart geblieben, die Bedeutung als Wirtschaftsfaktor für die Stadt hat der Wald indessen schon längst verloren.

Sender Pfaffenberg

Quelle Wikipedia

Der Sender Pfaffenberg ist eine Sendeanlage des Bayerischen Rundfunks für UKW und digitales Fernsehen (DVB-T) auf dem Pfaffenberg (Gemarkung Oberbessenbach). 1953 wurde als Antennenträger ein 50 Meter hoher freistehender Stahlfachwerkturm gebaut, der 1968 durch einen 181 Meter hohen abgespannten Stahlrohrmast ersetzt wurde.

Zur Einführung von DVB-T am Standort Pfaffenberg hat der Bayerische Rundfunk einen neuen, 176,05 Meter hohen Turm errichtet. Im Zuge der Vorbereitung wurde der Stahlfachwerkturm von 1953 demontiert. Die neue Anlage besteht aus einem etwa 110 Meter hohen Betonfuß, einem darauf aufsetzenden etwa 47 Meter hohen Stahlrohr und einem rund 17 Meter hohen GFK-Zylinder zur Aufnahme der DVB-T-Antennen an der Spitze.[1] Ebenso werden die Hörfunkprogramme dann auch von diesem Turm abgestrahlt. Einen ähnlichen Antennenträger, wie der hier errichtete, baute der BR bereits 1998 am Standort Hohe Linie bei Regensburg. Der Stahlrohrmast wurde am 16. April 2010 gesprengt.

Wanderführer Wolfgang Lippert

Der Eselsweg

Quelle Wikipedia

Der Eselsweg ist eine historische Handelsstraße und ein Fernwanderweg durch den Spessart in Hessen und Bayern. Er ist 111 km lang und führt von Schlüchtern nach Großheubach in der Nähe von Miltenberg.

Der Weg ist eine der sogenannten Altstraßen und wahrscheinlich schon seit 2.000 Jahren in Benutzung. Seinen Namen hat er von den Eselskarawanen im Mittelalter, die Salz von Bad Orb nach Miltenberg zur Einschiffung brachten.

Heute ist der Eselsweg ein beliebter Wanderweg, der fast ohne Ortsberührung als Höhenweg auf der Eselshöhe durch die Spessartwälder führt. Der Spessartbund hat den Weg mit einem schwarzen „E“ auf weißem Grund gekennzeichnet und hält ihn instand.

Oberhalb von Wiesen am Greifenberg kreuzt er am Dr.-Karl Kihn-Platz eine zweite historische Handelsstraße des Spessarts, die Birkenhainer Straße. Dort endet seit 2011 auch der Degen-Weg.

Markante Wegpunkte sind: Bellinger Warte – Erlebnispark Steinau – Wiesbüttsee – Dr. Karl-Kihn-Platz – Kreuzkapelle – Engländer – Pollaschdenkmal – Echterspfahl – Schloss Luitpoldshöhe – Hunnenstein – Kloster Engelberg

Rothenbuch

Quelle Wikipedia

Rothenbuch ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Aschaffenburg.

Geografische Lage
Rothenbuch liegt in der Region Bayerischer Untermain, im Herzen von Deutschlands größtem Laubwaldgebiet, dem Spessart. Zur Gemeinde Rothenbuch zählen auch die etwa 8 bzw. 9 km entfernten Weiler Lichtenau und Erlenfurt im Hafenlohrtal, die die Postleitzahl der Gemeinde Hafenlohr (Kreis Main-Spessart) tragen, sich jedoch noch im Landkreis Aschaffenburg befinden. Rothenbuch weist eine verkehrsgünstige Lage zwischen den Rhein-Main-Gebiet mit seiner Metropole Frankfurt am Main und der Region Würzburg auf. Die nächstgelegene Stadt ist Lohr am Main im Osten. Den Flughafen Frankfurt erreicht man in ca. 40 Minuten, nächstgelegener ICE-Bahnhof ist Aschaffenburg (20 Minuten). Der topographisch höchste Punkt der Gemeindegemarkung befindet sich mit 470 m ü. NN (Lage) südöstlich des Ortes, an einem Nebengipfel des Königsberges, der niedrigste liegt in der Nähe von Erlenfurt an der Hafenlohr auf 231 m ü. NN (Lage).